Seniorenresidenz : Hauswirtschaft im Fokus

Alle freuten sich am Tag der offenen Tür. Für Hausdame Birgit Niendorf (M.) war es der erste, den sie organisierte.
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Alle freuten sich am Tag der offenen Tür. Für Hausdame Birgit Niendorf (M.) war es der erste, den sie organisierte.

Seniorenresidenz Waldesblick lud zum Tag der offenen Tür ein / Träger Volkssolidarität besteht 70 Jahre

svz.de von
08. September 2015, 06:00 Uhr

„Die Heimat hat sich schön gemacht“, sangen die Sänger des „Chores der halben Lunge“, wie sich die sangesfreudigen Bewohner der „Seniorenresidenz Waldesblick“ der Volkssolidarität (VS) in Krakow am See nennen. Ihr Haus hatte sich unlängst heraus geputzt, denn es wurde zum Tag der offenen Tür eingeladen.

Erstmals übernahm hierfür die seit April tätige Hausdame Birgit Niendorf die Verantwortung. Die 55-Jährige ist aber bereits seit 1984 im Dienste der VS. „Damals war ich mit dem Fahrrad in den Haushalten unterwegs“, erzählt sie. In einer kleinen Ausstellung konnten die Besucher diese Entwicklung im Bereich der Hauswirtschaft erleben.

Einige Ausstellungsstücke waren zusammen gekommen. Vom Kohleneimer, der damals noch geschleppt werden musste, bis hin zur Kittelschürze war einiges zu sehen. Heute ist Birgit Niendorf für die Betreuung der Senioren im Betreuten Wohnen wie auch für verschiedenste Veranstaltungen und Organisation von Dingen des täglichen Lebens verantwortlich. Die ersten Monate konnte sie sich einarbeiten. „Aber ich arbeite ja schon seit 17 Jahren im Haus, die Kollegen stehen hinter mir“, resümiert sie. In dieser Zeit hatte sie im Bereich Hauswirtschaft und Betreuung mitgearbeitet.

So wie auch Bärbel Pieper das noch heute tut. Die 58-Jährige ist „Frau der ersten Stunde“, hatte am 1. Mai 1998 in der Seniorenresidenz begonnen und arbeitet hier noch heute. „Es ist mein zweites Zuhause“, sagt sie und beschreibt ihre Arbeit als schöne, aber auch schwere Aufgabe.

Doch am Tag der offenen Tür wurde nicht nur an Arbeit gedacht, sondern vor allem gefeiert. Besonders das musikalische Rahmenprogramm konnte hier zur guten Stimmung beitragen. Zum einen sorgte dafür Dieter Asse und später noch die Malchower Spielleute sowie der „Chor der halben Lunge“ unter Leitung von Sybille Lambert. Begleitet wurde er von der 82-jährigen Christa Pegel auf der Gitarre. Die VS feiert in diesem Jahr ihr 70-jähriges Bestehen. Hatte zu Beginn das Hauptaugenmerk auf Kindern, Alten, Kranken und Vertriebenen sowie heimkehrenden Kriegsgefangenen gelegen, weitete sich das Gebiet später auf Klubs zur sozial-kulturellen Betreuung aus. Seit Anfang der 50er Jahre geht es vorrangig um die Betreuung älterer Menschen. Die Mitglieder sind in circa 3000 Interessengruppen tätig. Der Kreisverband Mecklenburg Mitte hat etwa 5000 Mitglieder, 640 Angestellte und 70 Einrichtungen.

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