zur Navigation springen

Pflege in Güstrow : Hauswirtschaft gewinnt an Relevanz

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Der Pflegedienst Bettina Boeck vervierfacht seine Mitarbeiterzahl und zieht an die Rostocker Chaussee.

Der Ambulante Pflegedienst Schwester Bettina Boeck hat ein neues Domizil in der Rostocker Chaussee 63 a eingezogen. Nach sieben Jahren genügen die Räume in der Lindenstraße nicht mehr. „Das Büro platzte aus allen Nähten“, erklärt Bettina Boeck (56). Begonnen hatte der Pflegedienst mit fünf Mitarbeitern am 1. Juli 2010. Heute gehören 23 Mitarbeiter zum Team, das längst nicht nur in der Stadt, sondern auch darüber hinaus unterwegs sind, um Menschen bei der Pflege und Versorgung zu helfen.

Lange hatte Bettina Boeck neue Räume gesucht. Das erwies sich als nicht so einfach, weil meist Parkplätze fehlten, erklärt die Unternehmerin. Doch die würden dringend für die elf Autos des Unternehmens benötigt werden. In der Rostocker Chaussee bezog der Pflegedienst nun zwei Etagen. Im unteren Bereich empfängt die Pflegedienstleitung Angehörige, Kunden oder Lieferanten von Sanitätshäusern und oben ist Platz für die Mitarbeiter.

Sich um Menschen kümmern, ihnen Gutes tun – das ist es, was Bettina Boeck möchte. Das wollte sie schon, als sie als Gemeindeschwester unterwegs war. Auch heute noch als Leiterin des Pflegedienstes, fährt sie hin und wieder eine Tour, wenn es nötig ist. Eigentlich hatte sich die Güstrowerin vorgenommen, nicht mehr als zehn Mitarbeiter zu beschäftigen, doch die Pflegesituation hat sich in den vergangenen Jahren enorm verändert. „Hauswirtschaft wird viel mehr angefordert als noch vor ein paar Jahren“, berichtet die Pflegedienstleiterin. Und Bettina Boeck denkt an die Zukunft. Sandra Vossler beendet gerade ihre Ausbildung als Pflegedienstleitung. „Schließlich habe ich Verantwortung und auch wenn ich einmal ausfallen sollte, muss die Arbeit weiter gehen“, so die Chefin.

Bei all dem, was sie in den sieben Jahren aufgebaut hat, begleitet Bettina Boeck ein Traum. „Ich würde gern ein Hospiz aufbauen, denn ich finde nichts schlimmer, als wenn sich Menschen zu Hause quälen“, erklärt sie. In solch einem Hospiz würden sich ausgebildete Pflegekräfte um die Menschen kümmern, die nicht mehr lange zu leben haben und könnten ihnen viel Zeit schenken.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen