Ein güstrower Schatz : Haustüren als gute alte Bekannte

Barbara Möller präsentiert Sonnabend Kalender „Spätklassizistische Güstrower Haustüren 2015“ / Im Gedenken an Jürgen Höhnke

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12. März 2014, 06:00 Uhr

Am Sonnabend präsentiert Barbara Möller den Kalender „Spätklassizistische Güstrower Haustüren 2015“ um 10 Uhr in der Buchhandlung „Welt im Buch“ Güstrow. Zu erhalten sein wird er auch in der Güstrow-Information.

Für das frühe Erscheinen eines erst für das nächste Jahr bestimmten Kalenders gibt es einen Grund: Am 17. März jährt sich der Geburtstag des 2013 gestorbenen ehrenamtlichen Güstrower Denkmalpflegers Jürgen Höhnke zum 79. Mal. Seine Mitstreiterin Barbara Möller sieht es als Vermächtnis, die letzte Arbeit von Jürgen Höhnke in würdiger Weise zu veröffentlichen.

2004 schlossen der Denkmalpfleger und die gebürtige Güstrowerin Barbara Möller, die an Schweriner Schulen als Lehrerin unterrichtete, Bekanntschaft. Sie begannen über einen Kalender nachzudenken, der den reichen Türenschatz aus der Barlachstadt der Öffentlichkeit zugänglich machen sollte – ein einmaliges Projekt in Mecklenburg-Vorpommern.

„Jede Güstrower Haustür behandelte Jürgen Höhnke wie eine gute alte Bekannte. Er wusste von der Entstehungszeit der Türen und ihrer typischen Farbfassung, kannte ihre Besitzer, ordnete sie in Baustilepochen ein und spürte dem Verbleib vieler Türen nach“, erinnert sich Barbara Möller.

Mit dem Tischler Fritz Burmeister rettete er so manche Haustür. Als Vierter im Bunde konnte Uwe Seemann für das Kalenderprojekt gewonnen werden. Von ihm stammen alle Fotos.

Für 2006 erschien der erste Haustürenkalender, in dem die schönsten klassizistischen Eingangspforten der Barlachstadt fachmännisch vorgestellt wurden. Bis 2013 gab es ohne Unterbrechung jedes Jahr einen Kalender mit Güstrower Haustüren aus unterschiedlichen Baustilepochen. Längst ist die Publikation ein begehrtes Sammelobjekt geworden.

Im August 2013 hatte Barbara Möller das letzte Gespräch mit ihrem schon von schwerer Krankheit gezeichneten Mitstreiter. „Jürgen Höhnke bat mich, die Vorbereitungen für den Kalender für 2015 zu übernehmen, da er sich gesundheitlich dazu nicht mehr in der Lage fühlte. Wir verabredeten ein weiteres Treffen für Mitte September“, erinnert sich Barbara Möller. Dazu aber kam es nicht mehr. Am 3. September starb Jürgen Höhnke. Unter großen Anstrengungen hatte er es noch geschafft, die Reihenfolge der Monatsblätter für den spätklassizistischen Kalender festzulegen.

Für 2016 plant Barbara Möller den letzten, dann zehnten Kalender, in dem die noch von Jürgen Höhnke ausgewählten schönsten Güstrower Haustüren zusammengestellt sein sollen.








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