Hauptstadt wieder eine Reise wert

Berliner Halbmarathon: Ausdauersportler des Tri Fun Güstrow und SC Laage genossen den Wettkampf

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14. April 2018, 05:00 Uhr

Krankheitsbedingt wurde das Team des Tri Fun Güstrow zum Start des Berliner Halbmarathons auf ein Sextett reduziert. Die verbliebenen beiden Damen und vier Herren konnten nach Bewältigung der Strecke durch die deutsche Hauptstadt durchaus erhobenen Hauptes die Heimreise antreten und so optimistisch auf die Saison der Ausdauer-Drei-Kämpfer blicken.

Schnellster Vertreter war Thomas Maier. Der M-35-er legte ein sehr gleichmäßiges Rennen auf den Asphalt, konnte im Finish sogar noch einmal das Tempo erhöhen und erreichte nach bemerkenswerten 1:28:56 Stunden das Ziel. Als Duo – gewissermaßen im Gleichschritt – bewältigten André Klein (M 35) und Thomas Rosenstiel (M40) die Distanz in 1:36:17 Stunden. Das Ziel im doppelten Sinne des Wortes erreichte der bereits der M 55 angehörende Frank Pillasch. Nach 1:59:39 Stunden stoppte die Uhr und damit unter der begehrten 2-Stunden-Marke.

Die Krakower „Eisenfrau“ Nannett Fischer erreichte nach 2:10:47 Stunden das Ziel auf der berühmten Karl-Marx-Allee und auch Birgit Hartleben konnte sich dort erschöpft, aber glücklich nach 2:39:59 Stunden die begehrte Medaille um den Hals legen lassen.


Laufreise für Laager wieder ein Erlebnis

Aus dem 33-jährigen Ricardo Seidel sprudelte es im Ziel nur so heraus: „Das war bestimmt nicht mein schnellster Halbmarathon. Aber es war der schönste.“ Damit brachte der Laager Clubläufer so ziemlich alle Gefühle auf den Punkt. Wie in den vergangenen zehn Jahren hatten sich diesmal 15 Läuferinnen und Läufer des Sportclubs Laage mit einigen Unterstützern auf die Wettkampfreise nach Berlin begeben und zelebrierten ihr sportliches Wochenende. Alle Laager Ausdauersportler kamen laufend ins Ziel und die meisten waren zufrieden, schließlich waren die Voraussetzungen nicht gut. Die Sonne prallte unaufhörlich auf alle Ausdauersportler und in den außergewöhnlich kühlen und schattigen Abschnitten mussten alle mit dem Wind kämpfen, der einfach nicht nachlassen wollte. Schnellster Laager Läufer war der 52-jährige Bernd Jänike. Er lief zum ersten Mal einen Halbmarathon in der Hauptstadt. Aber seine Erfahrung auf den vielen langen Kanten führte ihn nach 1:32:41 Stunde ins Ziel. Schnellste Dame des SC Laage war die noch 16-jährige Pia-Marie Arendt. Bei ihrer Premiere auf der 21-Kilometer-Distanz spurtete die Schülerin nach 1:55:13 Stunden ins Ziel.

Insgesamt hatten in diesem Jahr über 36 000 Ausdauer-Enthusiasten für die Veranstaltung gemeldet, was einen neuen Teilnehmerrekord darstellte. Mit einem neuen Streckenrekord und in Jahresweltbestzeit lief Gesamtsieger Erik Kiptanui aus Kenia nach 58:42 Minuten über die Ziellinie. Das war die fünftschnellste je gelaufene Zeit über die 21,0975 km lange Strecke. Den Weltrekord verpasste er um 19 Sekunden.

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