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Forstbaumschule Güstrow : Hauptsaison steht kurz bevor

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Die Forstbaumschule Güstrow – größter Betrieb dieser Art in der Bundesrepublik Deutschland – bereitet sich auf die Ernte vor.

von
erstellt am 10.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Noch herrscht in der Forstbaumschule Güstrow Leist & Co.KG die Ruhe vor dem Sturm. Doch im November beginnt die Hautptsaison für den auf Forstpflanzen spezialisierten Betrieb in Klueß. Es ist Pflanzsaison. „Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren“, sagt Geschäftsführerin Linda Leist. Ihre Forstbaumschule gehört zu den größten Betrieben dieser Art in der Bundesrepublik Deutschland. Auf einer Fläche von ca. 150 Hektar werden Forst- und Landschaftsgehölze produziert. Jetzt steht die Ernte an.

30 bis 40 Saisonkräfte aus Polen

Von November bis Weihnachten und noch einmal von März bis April wird in Klueß geerntet. „Die Pflanzen werden nach Größe und Qualität sortiert“, erläutert Linda Leist die Arbeit. Alle Gewächse für den Wald werden in der Forstbaumschule herangezogen. Neben Sträuchern zählen dazu unter anderem Rotbuchen, Kiefern, Fichten und Eichen. Auf dem Betriebsgelände zwischen Klueß und der A 19 wachsen beispielsweise vier Millionen Buchen sowie fünf bis sechs Millionen Kiefern. Um die bevorstehende Ernte bewerkstelligen zu können, werden im November 30 bis 40 Saisonkräfte aus Polen eingestellt. „Ohne diese Arbeiter aus Polen würden wir es nicht schaffen. Deutsche Saisonkräfte sind für diese Arbeit nicht zu bekommen“, sagt Linda Leist.

Zu den Kunden der Forstbaumschule gehören neben Privatleuten vor allem die Landesforst MV sowie Forstdienstleister. So hat das Unternehmen unter anderem 180 000 Buchen für Ausgleichsmaßnahmen beim Bau der A 14 an die die Landesforst geliefert. Seit 1993 konnten durch die Forstbaumschule alleine in Mecklenburg-Vorpommern mehr als 7000 Hektar Aufforstungsmaßnahmen ausgeführt werden. Schwerpunkte der Arbeiten liegen in MV, Brandenburg und Sachsen-Anhalt.

Neben der Geschäftsführung der Forstbaumschule hat Linda Leist seit Juli 2016 auch die des zweiten Unternehmens in Klueß, der Güstrower Garten-, Landschafts- und Forstbaugesellschaft (Galafo), inne. „Die Forstbaumschule zieht die Pflanzen heran, die Galafo setzt die Pflanzen ein“, erklärt die 40-Jährige. Die Spezialität dieses Firmenverbundes besteht in der Planung, Beratung, Ausführung und Betreuung von Erstaufforstungen und Umbaumaßnahmen. „Wir wollen breit aufgestellt sein und alles aus einer Hand liefern“, sagt Linda Leist. Die Güstrowerin hat eigentlich Internationales Management studiert und in der Marktforschung gearbeitet, unter anderem bei der Kreuzfahrtreederei Aida. „Für mich war aber immer klar, dass ich mal die Baumschule mache“, sagt sie. Sie hat die Anteile ihres Vaters übernommen, der die heutige Forstbaumschule nach der Wende mit ins Leben rief. Heute gibt es vier Gesellschafter. Der Familie Leist gehört ein Drittel des Unternehmens. Linda Leist hat die Geschäftsführung vergangenes Jahr von Wilfried Hahn übernommen.

 

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