zur Navigation springen
Güstrower Anzeiger

24. November 2017 | 18:00 Uhr

Güstrow : Hansenstraße 1 in Frauenhand

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Den Plan vom Haus für werdende Mütter und junge Familien hat Susan Thoß in der historischer Villa verwirklicht – morgen lädt sie zum Hausfest.

von
erstellt am 06.Sep.2016 | 05:00 Uhr

Ein ganzes Haus für werdende Mütter und junge Familien – das war der Traum von Frauenärztin Susan Thoß. In der Güstrower Hansenstraße konnte sie sich – nach umfangreicher Sanierung – verwirklichen. „Ich wollte von Anfang an viele Parteien in einem Haus vereinen. Es sollte thematisch zueinander passen – so profitiert man auch von den kurzen Wegen“, erklärt Susan Thoß, die mit ihrer Praxis im April 2015 in das Erdgeschoss der historischen Stadtvilla aus der Gründerzeit eingezogen ist.

Es folgte das Restaurant „Verve“ sowie die Beratungsstelle Pro Familia und eine zusätzliche Hebamme in der Thoßschen Praxis. Susanne Hoffmann rundet mit ihrem Kursangebot und der Begegnungsstätte „Bauchgefühl“ das Angebot in der Hansenstraße nun ab. „Ich bin am 1. September eingezogen, am 1. Oktober starte ich dann richtig mit Stillkursen, Babymassagen, Trageberatungen und einer offenen Stillgruppe“, erklärt Susanne Hoffmann. „Nun ist das Haus voll bezogen und das nehmen wir zum Anlass für einen Tag der offenen Tür am Mittwoch“, ergänzt Hausherrin Susan Thoß und fügt hinzu: „Außerdem feiern wir damit auch 25 Jahre Beratungsstelle Pro Familia.“

Am Mittwoch locken die acht taffen Frauen, die das historische Gemäuer in der Hansenstraße 1 mit Leben füllen, mit einem bunten Angebot. Neben Kinderschminken, Hüpfburg und Spielstraße, sind auch Präventionsprojekte geplant. „Wir machen eine Quiz für Mädchen zum Thema Verhütung und bei der Beratungsstelle Pro Familia können Jugendliche einen Kondomführerschein machen“, informiert Susan Thoß.

Natürlich können interessierte auch einen Blick in das von Grund auf sanierte Gebäude werfen. Während Fassaden und Gartengestaltung sowie die Dachsanierung für das kommende Frühjahr geplant sind, ist im Inneren des Hauses schon viel passiert. „Hier war wirklich viel zu machen. Das Gebäude stand acht Jahre leer – inklusive Wassereinbruch. Insbesondere das Genehmigungsverfahren hat uns viel Zeit gekostet. Wir brauchten einen langen Atem“, beschreibt Susan Thoß. Gemeinsam mit ihrem Mann, Architekt Stefan Thoß, machte sie die Sanierung schließlich zu einem Familienprojekt mit viel Liebe zum Detail. Davon zeugt beispielsweise die farbenfrohe Wandgestaltung von Fassadengestalterin und Restauratorin Esther Dittner. „Wir wollten weg von den klinisch weißen Wänden – ein Wohlfühlklima war uns wichtig“, erklärt Susan Thoß weiter.

Als Schwierigkeit benennt die Gynäkologin und Bauherrin das Thema Barrierefreiheit. Das Anbringen des Fahrstuhls holte den Denkmalschutz auf den Plan. „Aber auch das ist geschafft“, sagt sie. Die Balkone brachten indes Probleme bei der Statik mit sich, „aber wir konnten sie nach historischen Archivaufnahmen wiederherstellen“, fügt Susan Thoß an.

Nun fehlt dem Haus noch ein Name, der beim Hausfest gefunden werden soll. „Wir werden eine Box aufstellen und Ideen sammeln – der schönste Name wird später unsere Fassade zieren“, erklärt Thoß, die sich auf zahlreiche Gäste, tolle Gespräche und hoffentlich gutes Wetter freut.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen