SVZ-Lesertour : Hansa-Fans auf heiligem Rasen

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SVZ-Sommertour, 5. Station: Axel Schulz führt SVZ-Leser durch das Rostocker Ostseestadion

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22. August 2015, 06:00 Uhr

Mit dem siebten Lebensjahr war er erstmals im Ostseestadion. Gestern durfte Uwe Graaf aus Karow endlich auch einmal in die Räume des Fußball-Heiligtums des FC Hansa Rostock. Interessiert schaute er mit weiteren Lesern in die Katakomben der Gast-Mannschaften, besichtigte die VIP-Tribüne ebenso wie den Presse-Raum oder die Lounge für Sponsoren. Besonders froh ist der 51-jährige Fußball-Fan, dass das Stadion wieder „Ostseestadion“ heißt. „Unsere Eltern haben es aufgebaut und ich kenne es so von Kindheit an“, erzählt unser Leser.

Doch längst sind es nicht nur Männer, die ihr Interesse für den Fußballsport zeigten. Waltraud Jauert aus Güstrow war mit ihrem Mann Gerhard bei dieser SVZ-Tour gern dabei. „Ich muss nicht jedes Tor fünfmal sehen, aber ich schaue die Spiele gern mit an“, sagt sie. Gerhard Jauert hingegen ist ein Fan-Urgestein. „1963 habe ich in Rostock gelernt und schon damals war Empor Rostock die Welt“, sagt er. Noch etwas jünger, aber nicht minder interessiert schaute sich der zwölfjährige Wilhelm Werner aus Gremmelin mit Mutter Peggy um. Die beiden sind richtige Dortmund-Fans, aber auch Hansa-Spiele sind für sie ein Muss. „Es ist ein schönes Stadion“, resümierte der Zwölfjährige, der selbst bei Eintracht Groß Wokern Fußball spielt.

Geführt wurden die SVZ-Leser übrigens von keinem Geringeren als Axel Schulz, der selbst 1968 mit dem Fußballspiel begann und bis 1994 für seinen FC Hansa Rostock spielte. Heute ist er Koordinator Sport im Verein und führt – wie gestern bei der SVZ-Sommerferientour – interessierte Schüler oder Gäste durch das inzwischen 14 Jahre alte Stadion. „Etwa 40 Arbeitsplätze gibt es noch beim FC Hansa Rostock“ erzählte der ehemalige Fußball-Profi. Das Geld dafür müsse erst einmal erarbeitet werden. Doch schon der erste Spieltag dieser noch jungen Saison habe gezeigt, dass die Fans weiter zu ihrem Verein stehen. „Wir hoffen ja auch, dass wir mal wieder in die 2. Liga aufsteigen“, sagte Axel Schulz. Die 28 000 Plätze in der Arena dürften beim nächsten Heimspiel aber gerne wieder gut gefüllt werden.

Dann will auch Wilhelm Werner wieder mit unter den Zuschauern sitzen und für Hansa jubeln. Der 16-jährige Eric Brocks aus Bartelshagen ist schon an diesem Wochenende unterwegs – mit dem Zug nach Osnabrück, den Hanseaten auswärts den Rücken zu stärken.

Das wollen wohl alle der Leser, die diese besondere Führung im Ostseestadion erleben konnten. „Es war super und sehr lehrreich“, lobte Waltraud Jauert am Ende der guten Stunde. „Einwandfrei. So hat man alles einmal aus anderer Perspektive gesehen“, sagte Günter Schlichting. Und auch Lutz Krämer aus Krakow am See möchte dieses Erlebnis nicht missen. „Schade, dass wir die Spieler-Räume nicht sehen konnten, aber ansonsten war es sehr schön“, resümierte er. Die Kabinen, so hatte Axel Schulz erklärt, seien eben auch mit persönlichen Sachen der Spieler bestückt und könnten darum nicht gezeigt werden. Dem Erlebnis Ostseestadion tat dies letztlich keinen Abbruch. Immerhin durften alle SVZ-Leser einmal über den „heiligen“ Rasen laufen und somit ein wenig von der Fußballluft der Hansa-Spieler im Stadion schnuppern.

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