Ausstellung : Hans Pölkow – Meister der Lichtkunst

Typisch Hans Pölkow: Wo immer man ihn sieht, hat der Sarmstorfer die Kamera dabei. Selbst bei der Vernissage seiner eigenen Ausstellung war es wohl Pölkow, der vielleicht am häufigsten auf den Auslöser drückte. Im Hintergrund seine Porträtaufnahmen von Komponist Paul Dessau, Pianist Swjatoslaw Richter und Jazztrompeter „Satchmo“ Louis Armstrong (von rechts).
Typisch Hans Pölkow: Wo immer man ihn sieht, hat der Sarmstorfer die Kamera dabei. Selbst bei der Vernissage seiner eigenen Ausstellung war es wohl Pölkow, der vielleicht am häufigsten auf den Auslöser drückte. Im Hintergrund seine Porträtaufnahmen von Komponist Paul Dessau, Pianist Swjatoslaw Richter und Jazztrompeter „Satchmo“ Louis Armstrong (von rechts).

Ausstellung zum 80. Geburtstag des Sarmstorfer Fotojournalisten in der Städtischen Galerie Wollhalle

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22. Juni 2015, 06:00 Uhr

Louis Armstrong, Leonard Bernstein, Benjamin Britten, Paul Dessau, Juliette Gréco, Marcel Marceau, Ute Lemper, Otto Niemeyer-Holstein, Peter Schreier, Pete Seeger, Yehudi Menuhin… Sie alle standen vor Hans Pölkows Kamera. Diese Liste von Weltstars aus Musik, Schauspiel, Bildenden Künsten fortgesetzt, wäre geeignet, ganze Zeitungsspalten zu füllen. Einen Ausschnitt aus dem Werk des 80-Jährigen, der seit 2002 in Sarmstorf lebt, kann man seit dem Wochenende in der Städtischen Galerie Wollhalle in Güstrow bestaunen. Und es erstaunt wirklich, wie es ein Fotojournalist, der Hans Pölkow war und ist, schafft, solch eine Vielzahl prominenter (und nicht nur solcher) Persönlichkeiten abzulichten.

Hans Pölkow, in Rostock geboren, studierte nie die Fotografie und erweist sich doch als „Meister der Lichtkunst“, wie es Laudatorin Dr. Regina Erbentraut bei der Vernissage am Sonnabend ausdrückte. Als freischaffender Kulturjournalist und Fotograf arbeitete der studierte Kunsthistoriker und Theaterwissenschaftler vier Jahrzehnte in Berlin u.a. für Tageszeitungen, Illustrierte, Buchverlage.

Thematischer Schwerpunkt Pölkows ist die Porträtfotografie, doch auch Landschaften, Stillleben und Aktfotografien gehören zu seinem Sujet. So ist in der Retrospektive seines Schaffens – von Kunsthistorikerin Iris Brüdgam sorgsam kuratiert – ein Titelbild der Frauenzeitschrift „Für Dich“ ebenso in der Wollhalle zu sehen wie ein Zeitungsporträt des Chanconniers Gilbert Bécaud. Ebenso sorgfältig lichtete Pölkow auch Persönlichkeiten mit geringerem Berühmtheitsstatus ab, wie etwa die Grafikerin Christin Wilcken oder auch seine „Muttermutter“. Letztere, 1951 mit einer Voigtländer-Plattenkamera aufgenommen, bezeichnete Pölkow als eine seiner ersten wichtigen Aufnahmen. Das Arbeitsgerät dazu ist, neben Praktica, Praktina und Pentacon six, in der Wollhalle ebenso zu sehen.  

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