Alte Synagoge : Handwerkliche Kunst

Michael Voss erklärt Elke Krenke und Anetta Küsters (v.r.) seine Technik.
Michael Voss erklärt Elke Krenke und Anetta Küsters (v.r.) seine Technik.

Schmuck, Skulpturen und Reliefs von Michael Voss in der Alten Synagoge

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26. März 2014, 06:00 Uhr

Seine „üblichen Adressen“ hat Michael Voss in Hamburg und Berlin. Auf zwei bis drei Ausstellungen im Jahr präsentiert der Künstler seine neuesten Kreationen von Schmuck, Reliefs und Skulpturen – und jetzt in Krakow am See. In der ehemaligen Synagoge sind seine akribisch gefertigten Arbeiten jetzt bis in den Juni hinein zu sehen. Der Kulturverein gewann Voss für seine zweite Exposition des Jahres, folgend den Arbeiten aus dem künstlerischen Sommerkursus. „Davon würde ich mir gerne etwas in die Stube hängen. Aber Kunst hat natürlich auch ihren Preis“, meint Annerose Wendt. Die Vereinsvorsitzende wollte so diskret darauf hinweisen, dass die Exponate auch erworben werden können. Und sie spielt damit auf den Werdegang des Künstlers Michael Voss an.

Im pommerschen Madüse geboren, wuchs der heute 71-Jährige in Minden und Lübbecke (Westfalen) auf. Der Vater galt als bekannter Maler und zog seinen Sohn frühzeitig zur Kunst heran. „Documenta-Besuche haben meinen Weg vorgezeichnet“, sagt Voss. Doch der Vater habe auf ein ordentliches Handwerk seines Sohnes bestanden, bevor dieser sich intensiver der Kunst widme. So absolvierte Michael Voss eine Goldschmiedeausbildung, lernte bei Steinmetz, Tischler und Kunstschmied, bevor er an die Meisterschule für das Kunsthandwerk, an die Hochschule für Bildende Kunst und an die Zeichenakademie ging. „Die handwerkliche Ausbildung hat mich davor bewahrt, künstlerisch abzuheben“, sagt Voss, der seit sieben Jahren in Malchow lebt, heute.

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