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Klinikum Güstrow : Handarbeit im Krankenhaus-Foyer

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Viele Aussteller und Besucher beim 11. Kunsthandwerkermarkt im KMG-Klinikum in Güstrow

svz.de von
erstellt am 02.Dez.2015 | 15:14 Uhr

Ins Krankenhaus gehen die Leute ja nicht gerade mit Begeisterung. Aber es gibt eine Ausnahme: Wenn in der Adventszeit der Kunsthandwerkermarkt im KMG-Klinikum angekündigt wird, ist das Foyer rappelvoll mit Ausstellern und Besuchern. So auch gestern zur elften Ausgabe dieser Veranstaltung. Traditionell stimmten die Kinder der Kita „Medicus“ mit einem Weihnachtsprogramm auf den Tag ein.

Auf der ganzen Länge des Foyers verteilten sich Kunsthandwerker, die ihre Artikel im Hobbykeller oder gewerbsmäßig hergestellt hatten, an über 50 Ständen. Da gab es Adventsgestecke, Holz-, Häkel- oder Strickarbeiten, Schmuck in allen Varianten, Gefilztes, Kunstgewerbliches oder Bilder.

„Ich komme immer gern ins KMG-Klinikum. Da sitzt man im Trockenen, es ist warm und die Besucher sind sehr interessiert“, lobte Horst Domröse aus Bad Doberan. Der 67-Jährige hatte für seine Holzarbeiten einen opulenten Stand aufgebaut. Von Neugierigen umringt war er auch deshalb, weil er zu Hammer und Beitel griff und vor Ort arbeitete. Dass sie den Kunsthandwerkern zuschauen konnten, kam bei den Besuchern besonders gut an. Kinder aus der Kita „Klimperkiste“ bestaunten Kristin Gurack aus Penzin, die am Spinnrad Schafwolle verarbeitet. Ein solches Bild kannten die Kleinen nur aus dem Märchen „Rumpelstilzchen“ und ein Mädchen flüsterte denn auch ihrer Nachbarin etwas enttäuscht zu, dass da ja gar kein Gold gesponnen würde.

Das in Norddeutschland eher seltene Klöppelhandwerk stellte die Güstrowerin Renate Hosch vor. Sie war vor zehn Jahren durch eine Freundin zu diesem Hobby gekommen und findet seitdem viel Freude daran. Regelmäßig trifft sie sich mit Gleichgesinnten in Mamerow. „Wir klöppeln und klönen in der Runde“, versicherte die 66-Jährige und arbeitete weiter an ihren Weihnachtssternen. Wenn sich dafür auf dem Markt kein Käufer finden sollte, werden sie einen Platz am heimischen Weihnachtsbaum bekommen, versicherte sie schmunzelnd.




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