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Förderverein Region Güstrow : Hammer fällt zur Jahresmitte

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Förderverein Region Güstrow in Liquidation / Neuer Träger von Maßnahmen gesucht

Bis zum Jahresende 2014 arbeitete Burkhard Bauer als Geschäftsführer des Fördervereins Region Güstrow, seit Jahresanfang ist er als Liquidator des Vereins tätig. Beide Beschlüsse – die Liquidation des Vereins und die Bestellung Bauers zum Liquidator – fasste die Mitgliederversammlung am 22. Dezember 2014. Sie reagierte damit auf einen kontinuierlichen Rückgang von geförderten Maßnahmen in den vergangenen Jahren.

„Grund ist natürlich die gute Situation auf dem ersten Arbeitsmarkt. Der Förderverein hatte aber immer auch eine soziale Aufgabe zu erfüllen. Menschen hatten für eine begrenzte Zeit ein geregeltes Arbeitsleben, sie waren in einer Gemeinschaft tätig, hatten soziale Kontakte und das wichtige Gefühl, von der Gesellschaft gebraucht zu werden“, resümiert Bauer, der dem am 1. Oktober 1993 gegründeten Förderverein seit 1996 angehört und im September 1999 die Geschäftsführung übernahm. Er blickt auf Hochzeiten zurück, in denen bis zu 1800 Teilnehmer in Maßnahmen in den Ämtern Gnoien, Güstrow-Land und Krakow am See sowie in den Städten Güstrow, Gnoien und Krakow am See tätig waren. Zu herausragenden Objekten zählten unter anderem die Aufräumungsarbeiten im Primerwald, die Sanierung von Teilen der Güstrower Stadtmauer oder die Mitarbeit in zahlreichen Naherholungsgebieten der Region. Bauer betont, dass der Förderverein nicht insolvent sei. „Wir haben keine Schulden und sind in der Lage, unsere Verbindlichkeiten zu begleichen“, hebt er hervor.

Als Liquidator obliegt Burkhard Bauer gemeinsam mit zwei geringfügig Beschäftigten die Aufgabe, die noch laufenden und neuen Maßnahmen zu betreuen und einen neuen Träger zu finden. „Dazu gibt es intensive Gespräche. Geplant ist, den Förderverein bis spätestens Mitte des Jahres aufzulösen“, sagt er. Zurzeit laufen bis Ende Februar noch Maßnahmen, in denen 45 Teilnehmer beschäftigt sind. So seien sechs Teilnehmer in Sportstätten der Barlachstadt tätig, zwei sorgen in den Ortschaften Boddin und Behren-Lübchin für Ordnung und Sauberkeit und ein Arbeitnehmer erfüllt in Kuchelmiß die gleiche Aufgabe. Im März ist für weitere 36 Arbeitnehmer Maßnahmeschluss, beispielsweise für sechs Beschäftigte, die in Güstrow und drei, die in der Stadt Gnoien für Ordnung und Sauberkeit sorgen. Andererseits bewilligte das Jobcenter ab Februar eine Maßnahme für drei Teilnehmer, die in der Städtischen Galerie Wollhalle tätig sind. Diese und mögliche weitere Maßnahmen sollen dann von einem neuen Träger übernommen werden.

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