Güstrow : Händler rechnen mit Einbußen

Wilfried Minich vom Hagebaumarkt im Lindbruch hat wegen der Baustelle weniger Frühblüher bestellt. Er rechnet wegen der Umleitung mit weniger Kunden. Dennoch sind noch genug Blumen im Angebot.  Fotos: Jens Griesbach (2)
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Wilfried Minich vom Hagebaumarkt im Lindbruch hat wegen der Baustelle weniger Frühblüher bestellt. Er rechnet wegen der Umleitung mit weniger Kunden. Dennoch sind noch genug Blumen im Angebot. Fotos: Jens Griesbach (2)

Güstrower Gewerbegebiet Lindbruch: Umleitung durch Baustelle in Rostocker Chaussee / Sortiment auf weniger Kunden eingestellt

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18. März 2014, 06:00 Uhr

Abgeschnitten vom Rest Güstrows? Viele Firmen im Gewerbegebiet Lindbruch hatten wegen des neuen Baustellenabschnitts in der Rostocker Chaussee mit einer Katastrophe gerechnet: weniger Kunden, weniger Umsatz. Doch nach 14 Tagen mit der neuen Verkehrsführung ist die befürchtete Katastrophe bisher ausgeblieben. „Dennoch rechnen wir während der Bauphase mit weniger Kunden und Einbußen“, sagt Ralf Hoffmann, Inhaber der Autowäsche „Classic Carwash“ im Güstrower Gewerbegebiet Lindbruch.

Seit 14 Tagen ist die Großbaustelle in der Rostocker Chaussee weitergewandert, geht jetzt bis zu den Einfahrten des Gewerbegebietes und des Krankenhauses (SVZ berichtete). Wer im Lindbruch eingekauft hat, kann jetzt nicht mehr rechts Richtung Innenstadt abbiegen, sondern muss den Umweg an der Biogasanlage über Strenz nach Güstrow nehmen. „Ob Sie es glauben oder nicht, aber das geht sogar schneller, als durch die Stadt mit den vielen Ampeln zu fahren“, hat Wilfried Minich, Leiter des Hagebaumarktes im Lindbruch festgestellt. Er begrüßt zudem, dass die Ampel aus dem Gewerbegebiet heraus jetzt länger grün zeigt, damit sich kein Stau mehr bildet, wie vor kurzem.

Minich hat sich auf die Baustelle eingestellt. Er geht davon aus, dass die Kundenzahl sinken wird und deshalb auch schon sein Sortiment angepasst. „Wir haben weniger Produkte im Angebot, für die eine hohe Kundenzahl nötig ist, vor allem im Gartenbereich. Dennoch ist natürlich noch genug da“, sagt er. Minich hofft, dass sich die Kunden schnell daran gewöhnen, dass die Umleitung da ist.

Die Baustelle ist vorfristig weitergewandert – aufgrund der guten Witterung. „Das ist zwar positiv, aber wir wären gerne darüber informiert worden“, kritisiert Minich. „Frech“, findet das auch Ralf Hoffmann. „Wir wurden vor vollendete Tatsachen gestellt. Das Straßenbauamt hat uns nicht informiert“, schimpft er. Laut Bauleitplanung sollten die jetzigen Arbeiten erst im Juni beginnen. Dass die Baustelle Kunden- und Umsatzeinbußen mit sich bringt, darauf hat Hoffmann sich eingestellt. „Wir müssen aber erst einmal abwarten, wie schmerzlich es wirklich wird“, sagt er.

Ähnlich schätzt es Jörg Burchardt ein, der in der Lindenallee die Fleischerei „Die Günstigen“ betreibt. „Der Umsatz ist geringer geworden. Wenn ich nicht meine Stammkunden hätte, weiß ich nicht, wie das bis jetzt ausgegangen wäre“, betont er. Vor allem ist er aber mit den Informationen der Verantwortlichen über den Fortgang der Bauarbeiten unzufrieden.

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