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Hähnchenmast Wattmannshagen und Wardow - Protest geht weiter

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erstellt am 22.Aug.2012 | 08:58 Uhr

Wattmannshagen/Wardow | Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) MV will die geplante Hähnchenmastanlage in Wattmanshagen unbedingt verhindern. Der Umweltverband legte jetzt Widerspruch gegen die Genehmigung ein. Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg in Rostock habe die negativen Umweltauswirkungen der Großanlage auf die nahe gelegenen Seen nicht berücksichtigt. Zudem werde in der Planung der notwendige Mindestabstand zum nächsten Wohngebiet nicht eingehalten, heißt es vom BUND in Schwerin.

Die Anlage in Wattmannshagen wird aus Sicht des BUND neben den Seen womöglich auch den Wald schädigen. Das Rostocker Amt habe dies nicht untersuchen lassen. "Das ist rechtswidrig, genau wie das fehlende Brandschutzkonzept und die fehlenden Untersuchungen zur Gesundheitsgefährdung für die Anwohner durch Keim belastete Feinstäube", so die BUND-Landesgeschäftsführerin Corinna Cwielag.

Am Dorfrand von Wattmannshagen wollen die Landwirte Roland und Matthias Streeb, Vater und Sohn, eine Hähnchenmastanlage für 200 000 Tiere errichten. Dagegen hatte sich im Dorf bereits früh die Bürgerinitiative "Nein zur Hähnchenmastanlage" gegründet.

Auch der Protest gegen die Hähnchenmastanlage in Wardow geht weiter. Die BUND-Ortsgruppe und die Bürgerinitiative "Für ein lebenswertes Wardow" haben für den 4. September die Grünen-Politiker Jutta Gerkan und Harald Terpe eingeladen. Ziel dieses Besuches soll sein, dass sich die beiden Politiker ein Bild vor Ort machen, informiert Jutta von Kuick von der Bürgerinitiative. Treffpunkt ist um 18 Uhr am geplanten Standort der Anlage und ab 18.30 Uhr im Feuerwehrhaus. Zwischen Wardow und Kobrow plant die Agrarproduktivgenossenschaft Wardow den Bau einer Hähnchenmastanlage mit 80 000 Plätzen.

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