zur Navigation springen

Wie weiter mit Kita? : Gutow träumt von neuer Kita

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Nach der Kita-Schließung im vergangenen Jahr bleibt die Hoffnung auf einen Neubau durch das DRK Güstrow

von
erstellt am 23.Jan.2015 | 05:00 Uhr

Mit der Schließung der Kindertagesstätte „Inselseeschwalben“ im vergangenen Herbst (SVZ berichtete) ist das Thema Kita in Gutow nicht erledigt. „Uns ist sehr daran gelegen, wieder eine Kita im Dorf zu haben“, betont Bürgermeisterin Rita Burchard und räumt gleichzeitig ein, dass dies sicher nicht heute und morgen erreicht werden könne. Man sei aber mit dem DRK-Kreisverband Güstrow im Gespräch und habe ein Grundstück für einen Kita-Neubau im Blick.

Vor Jahren war die ehemalige Mühle zu einem Treff umgebaut worden. Neben der alten Mühle befindet sich ein lang gestrecktes Gebäude mit Wohnung und Garagen. „Die Gemeindevertretung hat einen Abriss beschlossen“, berichtet Gutows Bürgermeisterin. An der Stelle könnte eine neue Kita gebaut werden. „Das wäre sehr schön“, sagt Burchard. Immerhin hätten sich in den vergangenen Jahren junge Familien in der Gemeinde angesiedelt. Ihnen möchte man die Möglichkeit, die Kinder wohnortnah betreuen zu lassen, künftig wieder anbieten. Bis dahin seien aber noch einige Hürden zu nehmen. So könne die Gemeinde die Abrisskosten nicht eben aus der Portokasse zahlen. „Wir können das erst machen, wenn wir Fördermittel dafür bekommen“, erklärt die Bürgermeisterin. Es gebe einen Fördertopf, den man anzapfen möchte. Ob dann das gemeindeeigene Grundstück an das DRK verpachtet oder verkauft wird, sei alles noch zu klären.


Vorplanungen laufen beim DRK


„Wir hätten schon Interesse“, betont Manuela Hamann, Mitarbeiterin für die Öffentlichkeitsarbeit im Kreisverband des DRK, auf SVZ-Nachfrage. Man befinde sich in der Phase von Vorplanungen, könne noch nicht sagen wie und wann, halte so ein Projekt aber für sinnvoll. „Die Gemeinde ist daran interessiert und für Eltern kann Gutow eine praktikable Lösung sein“, sagt Hamann. Gutow sei ein Durchgangsort, wo Eltern auf dem täglichen Weg zur Arbeit ihre Kinder in die Betreuung geben können. „Wenn wir diese Tatsache mit einem interessanten Konzept verbinden, könnten wir den Nerv der Eltern treffen“, meint Hamann und denkt u.a. daran, dass auf einem größeren Gelände, als es in der Regel für eine Kindertagesstätte in der Stadt vorhanden sei, auch andere Möglichkeiten gebe.

Die Gemeinde Gutow hatte im vergangenen Jahr einen Träger für ihre Kita gesucht und war mit dem DRK einig geworden. Zu lange schon hatte die Gemeinde jährlich rund 50 000 Euro zuschießen müssen. Das DRK war abgesprungen, als die Kita-Erzieherinnen die Konditionen der Arbeitsverträge nicht akzeptiert hatten (SVZ berichtete). Die Gemeinde hatte daraufhin den Erzieherinnen gekündigt und wie schon 2013 für den Fall, dass kein anderer Träger gefunden wird, beschlossen, damit die Schließung der Kita eingeleitet. Mit den Erzieherinnen befinde man sich weiterhin im Rechtsstreit, weil sie gegen ihre Kündigung klagen, informiert Burchard. Schon als der DRK-Kreisverband die Trägerschaft der Gutower Kita übernehmen wollte, war an einen Neubau gedacht worden. Die alte Kita befand sich in einem Gebäudeteil des Dorfkurges in Gutow. 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen