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Güstrower Anzeiger

20. September 2017 | 20:30 Uhr

Laage : Gutes Miteinander sehr geschätzt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Ilka Lochner hat ihre Sachen für Berlin gepackt, bleibt aber Laagerin und dem Kreistag erhalten.

von
erstellt am 14.Feb.2017 | 12:00 Uhr

Die Ernennungsurkunde – gerahmt – hängt noch an der Wand. In den Regalen stehen leere Ordner. Ein Laptop auf dem Schreibtisch ist zugeklappt. Ilka Lochner (46) hat ihre Sachen gepackt. Nach sechseinhalb Jahren als Bürgermeisterin in Laage wechselt die CDU-Politikerin nach Berlin in die Vertretung des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund und wird dort Leiterin der Dienststelle. Zum Abschied sprach SVZ-Redakteurin Regina Mai mit ihr.

Womit war ihr letzter Arbeitstag als Bürgermeisterin in Laage angefüllt?
Lochner: Ich hatte am Morgen alle Mitarbeiter zusammengeholt, mich bedankt und verabschiedet. Dann hatte ich einen Termin auf dem zivilen Flughafen Rostock-Laage. Nachher nehme ich die Ernennungsurkunde von der Wand und geben den Rathausschlüssel ab.
Was nehmen sie frohen Herzens mit nach Berlin?
Die Art und Weise, wie wir hier zusammengearbeitet haben. Es war eine schöne Zeit, wir konnten uns aufeinander verlassen und haben an einem Strang gezogen.
Was lassen sie zurück, was sie gern noch erledigt hätten?
Nichts. Die Vorhaben für den nächsten Jahre sind vorbereitet.

Wie ist es mit dem Freibad, eines ihrer Wahlversprechen 2010?

Auch hier ist alles in die Wege geleitet. Die Fördermittelanträge sind gestellt. Es sieht für die Umgestaltung in ein Natur- und Sportbad ganz gut aus.
Was haben sie gern gemacht, was war ihnen wichtig?

Die Aufgabe insgesamt hat mir viel Spaß gemacht. Ich halte mich nicht so gern am Schreibtisch fest, aber das musste ich als Bürgermeisterin auch nicht. Der Kontakt zu den Menschen war mir viel mehr wert.

Was war nicht so ihre Sache, sondern eher notwendiges Übel?
Das war die reine Verwaltungsarbeit. Sie muss gemacht werden, ist aber nicht vergnügungssteuerpflichtig.
Verbinden sie mit ihrer neuen Aufgabe einen konsequenten Schnitt oder bleibt ein bisschen Lochner auch in der Region?
Ich verabschiede mich lediglich als Bürgermeisterin. Laage bleibt mein Hauptwohnsitz. Ich werde weiterhin Kreistagspräsidentin bleiben. Berlin ist ja nicht aus der Welt – zwei Stunden, wenn es gut läuft auch weniger.
Sie zeigten sich bei ihrer Abschiedsveranstaltung überzeugt, dass die drei Geschäftsbereichsleiterinnen in der Übergangszeit bis zur Neuwahl eines Bürgermeister im September, die Sache meistern werden. Was geben sie ihnen mit auf den Weg?
Die Verwaltung läuft und sie läuft gut. Wenn alle zusammenhalten und arbeiten wie bisher, klappt das. Auch politische Entscheidungen sind mit Unterstützung der Stadtvertretung machbar.
Etwas schwierig gestaltet sich die Suche nach einem Nachfolger. Sorgt sie das?

Es geht immer weiter und es werden sich Kandidaten finden. Man sollte niemanden zwingen. Das wäre verkehrt. Er oder sie müssen es wollen. Ich bin guter Dinge, dass jemand dabei sein wird, der das Amt ausfüllen kann.

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