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Tourismus Güstrow : Gutes Jahr für Kultur und Freizeit

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Mehr Besucher 2016 in fast allen Einrichtungen in Güstrow: lediglich Barlachstiftung und Schloss schwächelten etwas

von
erstellt am 24.Feb.2017 | 21:00 Uhr

Mit einer erfreulichen Jahresbilanz können die meisten kulturellen und die wichtigsten Freizeiteinrichtungen in der Barlachstadt aufwarten. Lediglich das Renaissanceschloss und die Ernst-Barlach-Stiftung müssen leichte Rückgänge konstatieren, ansonsten gibt es zum Teil sogar beträchtliche Zuwächse.

Prozentual den größten Zuwachs hatte die Städtische Galerie Wollhalle, deren Besucherzahl sich mehr als verdoppelt hat. „Das hätte ich so auch nicht vermutet“, gibt selbst Anett Zimmermann, für das Marketing und die kulturellen Einrichtungen der Barlachstadt zuständig, zu. Das steht auch, trotz der Betreuungsprobleme, völlig gegen den Abwärtstrend der vergangenen Jahre. Den Grund sieht Zimmermann in den Themen der Ausstellungen, bei denen lokale Gesichtspunkte offenbar wirkten. Manfried Scheithauer, die Schülerausstellung oder Fotos aus MV – das ziehe halt.

Schwerer hat es dagegen das Stadtmuseum, das gerade wieder über die 4000er-Schwelle kam. Mit Blick auf vorangegangene Jahre dürfte das noch kein Trend sein. „Es erfordert viel Überzeugungskraft, die Besucher, die in der Güstrow-Information zielgerichtet natürlich nach dem Schloss fragen, anschließend noch ins Stadtmuseum zu lotsen. Wenn sie dann drin waren, sind sie immer begeistert“, weiß Zimmermann.

Nach einem leichten Abflauen nach dem Hoch der Eröffnung verzeichnete das Norddeutsche Krippenmuseum einen Höchstwert der vergangenen fünf Jahre. „Der ZDF-Weihnachtsgottesdienst aus der Heiliggeistkirche hat sicherlich sehr geholfen“, denkt Karin Bartock. Man habe sich auch durch Leihgaben aus dem umfangreichen Fundus, wie jetzt zum Beispiel nach Kühlungsborn, bekannter gemacht, ist die Stiftungssekretärin überzeugt.

Ähnlich wie bei den Wechselausstellungen in der Wollhalle hänge die Besucherzahl auch im Ernst-Barlach-Theater stark vom Charakter der Veranstaltungen ab, sagt Dr. Kersten Klevenow. 115 Vorstellungen 2016 waren etwas weniger als im vorangegangenen Jahr, dafür waren aber sehr viele ausverkauft. „Es hat sich so zwischen 25  000 und 30  000 Besuchern im Jahr eingepegelt“, möchte die Theaterleiterin keinen Trend erkennen.

Klar aufwärts geht es nach dem Rückgang in der ersten Hälfte des Jahrzehnts in der Uwe-Johnson-Bibliothek. Leiter Dr. Tilman Wesolowski hat einen „klaren Entwicklungstrend zur Modernisierung“ als Ursache ausgemacht. Wlan und digitale Nachschlagewerke steigerten die Aufenthaltsqualität im Haus am Wall. Wesolowski: „Das honorieren die Nutzer.“

Knapp 1600 Besucher weniger konstatieren die musealen Räume des Renaissanceschlosses. Hauptgrund sei die Sanierungsbedürftigkeit, sagt Heidemarie Otto von den Staatlichen Museen Schwerin, zu denen Schloss Güstrow gehört.

Ein ganz anderes Problem hat die Ernst-Barlach-Stiftung. „Wir haben nur einen Künstler, von daher ist das Interessengebiet etwas eingegrenzt“, erklärt Geschäftsführer Dr. Volker Probst. „Wir sind da gefordert.“ Man steuere mit zum Beispiel museumspädagogischen Angeboten dagegen.

Solcherart Sorgen kennen der Wildpark und das Freizeitbad „Oase“ nicht. Zusammen 300  000 Besucher zählen die beiden mit Abstand größten Freizeiteinrichtungen in Güstrow. „Der neue Name bringt was“, hat Wildpark-Prokuristin Marianne Tuscher einen Grund für die hohe Steigerungsrate ausgemacht, der die vielfältigen Attraktionen griffiger bezeichne. Eine „hohe Akzeptanz der Besucher an der Ausrichtung“ sieht Betriebsleiter Frank Schlatz in der „Oase“.

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