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Neues Standortgutachten : Gute Noten für Wirtschaftsstandort

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Regiopolregion Rostock legt erstmals Standortgutachten für Landkreis und Stadt Güstrow vor - großangelegte Unternehmensbefragung.

von
erstellt am 28.Mär.2017 | 21:00 Uhr

Zwar nicht sehr gute, aber doch gute Noten für den Wirtschaftsstandort. Bei einer erstmals durchgeführten Standortuntersuchung der Regiopolregion Rostock können im Ergebnis sowohl der Landkreis Rostock als auch die Barlachstadt Güstrow mit Unternehmenszufriedenheit und hoher Lebensqualität punkten. Insgesamt nahmen 330 Unternehmen im Landkreis und mehr als 60 in der Barlachstadt an der Befragung teil. Sorgenkind in Kreis und Stadt bleibt der Fachkräftemangel. Auch die Nähe zu Wissenschaft und Forschung wird trotz der Nachbarschaft zur Hansestadt Rostock als ausbaufähig angesehen. Mit Blick auf die Infrastruktur zeigen sich zudem 20 Prozent der Unternehmen unzufrieden mit der derzeitigen Breitbandversorgung im ländlichen Bereich.


Unternehmen halten an Standort fest


Für Güstrow zeigt sich Anett Zimmermann, Abteilungsleiterin Marketing, Kultur, Tourismus bei der Barlachstadt, sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Standortuntersuchung und dem Umfrageergebnis. „Vor allem die solide Grundzufriedenheit der Unternehmen mit dem Standort ist sehr positiv für Güstrow. Damit zahlen sich Investitionen der letzten Jahre in die Sanierung der Güstrower Altstadt und in die Infrastruktur aus“, sagte sie gestern bei der Vorstellung der Ergebnisse im Güstrower Rathaus. „Der hohe Freizeitwert und das Kulturangebot sind Stärken der Barlachstadt, aber auch die Außendarstellung und das Angebot an Gewerbeflächen werden von den befragten Unternehmen positiv gesehen. Besonders die gute Verkehrsanbindung und die Lebensqualität bewerten die befragten Unternehmen hoch. Sehr wichtig ist uns, dass 92 Prozent der Unternehmen am Standort festhalten und auch weiter hier investieren möchten.“ Bedarf an der Entwicklung zusätzlicher Gewerbeflächen werde nicht unmittelbar gesehen, so ein weiteres Ergebnis der Untersuchung. „Dennoch wollen wir weitere Flächen entwickeln“, so Anett Zimmermann und verweist auf das Gebiet „Güstrow Ost“. Hier, auf dem alten Gelände der Zuckerfabrik, bestehe die größte zusammenhängende Industriefläche mit Gleisanschluss in Güstrow. „Das bietet Potenzial.“

Die Unzufriedenheit mit der Verfügbarkeit von Fachkräften und Ausbildungsplatzbewerbern ist bei den befragten Unternehmen in Güstrow ebenso präsent wie in der gesamten Regiopolregion. 35 Prozent der teilnehmenden Unternehmen berichten über vakante Stellen. „Der Fachkräftebedarf ist also auch für Güstrow ein wichtiges Zukunftsthema“, sagt Anett Zimmermann. Michael Fengler, Sprecher des Landkreises, bezeichnet den Fachkräftebedarf „als das bedeutendste Zukunftsthema“, für den Landkreis als Wirtschaftsstandort. Dennoch gebe es bei den Unternehmen eine hohe Standortloyalität sowie eine große Investitionsbereitschaft. „Die Unternehmen fühlen sich sehr verbunden mit dem Landkreis“, liest Fengler aus dem Standortgutachten der Regiopolregion Rostock.

„Als erstes Ergebnis der Befragung wird die Barlachstadt mit allen teilnehmenden Unternehmen in Kontakt treten und für die Themen, mit denen die befragten Güstrower Unternehmen unzufrieden sind, wie Fachkräftemangel bzw. Wissenschaft und Forschung, Kontaktmöglichkeiten bzw. Beratungsmöglichkeiten anbieten“, verspricht Anett Zimmermann.  

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