zur Navigation springen

Güstrow : Gut vorbereitet auf die kommende Grippezeit

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Leiterin des Gesundheitsamtes rät zur Impfung gegen den Influenza-Virus.

von
erstellt am 20.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Bald geht sie wieder los, die Zeit, in der man sich öfter als erwünscht herumplagen muss mit Husten, Schnupfen und Halskratzen. Genau deshalb, empfiehlt Kristin von der Oelsnitz, Leiterin des Gesundheitsamtes im Landkreis Rostock, sich in in den kommenden Wochen gegen Grippeviren impfen zu lassen.

Die Influenza, die echte Grippe, sorgt in den kalten Monaten für Erkrankungswellen. Im letzten Jahr traf sie Mecklenburg-Vorpommern vergleichsweise heftig. Dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) wurden in der Saison 2016/17 3  761 Fälle gemeldet, die labordiagnostisch bestätigt wurden. Sieben Menschen starben. Ein Jahr zuvor waren es 4  053 Fälle mit zwei Toten. Zudem sei laut dem Lagus von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. „Die Impfung ist der wirksamste Schutz gegen die Grippe“, sagt von der Oelsnitz. Haus- und Betriebsärzte wie der Amtsärztliche Dienst des Landkreises böten die Impfung an. Nach zehn bis 14 Tagen sei man dann gegen die Viren geschützt. Sie könne sagen, dass die Möglichkeit zur Impfung im Gesundheitsamt des Landkreises bislang „sehr rege wahrgenommen“ wird. Der diesjährige Impfstoff wurde Ende September angeliefert – die Zusammensetzung, jedes Jahr neu empfohlen von der Weltgesundheitsorganisation WHO, sei wirksam sowohl gegen Influenza-Viren der Typen A und B.

Besonders gefährdete Personen seien chronisch Kranke, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, medizinisches Personal sowie Personal von Einrichtungen mit großem Durchlauf, beispielsweise öffentliche Verkehrsmittel, Schulen oder Kindergärten. Auch beim engen Kontakt zu Menschen, die wiederum besonders gefährdete Personen betreuen, sollten sich Betroffene veranlasst sehen, sich gegen die Grippe impfen zu lassen. Und: „Allen anderen würde ich es auch empfehlen“, sagt von der Oelsnitz.

Typische Symptome bei einer Influenza-Erkrankung seien ein plötzlicher Erkrankungsbeginn mit einem Fieber über 38,5 Grad Celcius, trockener Reizhusten, Muskel- und/oder Kopfschmerzen sowie ein schweres Krankheitsgefühl.

Und was hilft neben der Impfung noch? Die gesunde Ernährung, der ausgedehnte Spaziergang an der frischen Luft, gründliches und regelmäßiges Händewaschen. Von der Oelsnitz rät dazu, dass sich Menschen nur dann impfen lassen sollten, wenn sie gesund sind.

Der Impfstoff ließe sich gut vertragen. Wenn überhaupt könne es sein, dass man ein oder zwei Tage danach so etwas wie Muskelkater im Arm spüre sowie müde und abgeschlagen sei.

Übrigens: Die Grippe ist nicht zu verwechseln mit einer schlichten Erkältung. Bei der hilft auch keine Impfung. Nur ausreichend Tee, Ruhe und Geduld.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen