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Güstrower Anzeiger

18. Dezember 2017 | 23:31 Uhr

Ernteextras : Gurkenrebe mit Früchten

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Siegfried Tom gärtnert seit 40 Jahren in einer der Güstrower Seeblick-Anlagen

von
erstellt am 23.Sep.2014 | 06:00 Uhr

Für eine Überraschung sorgte vor wenigen Tagen eine Akebie – eine Blaugurkenrebe – im Garten von Siegfried Tom. Mehrmals am Tag nimmt er den Durchgang, über dem sich die Kletterpflanze rekelt. Jetzt stieß er sich den Kopf dabei. Nicht nur eine, gleich mehrere Früchte hatten sich gebildet. „Die hatte ich noch gar nicht bemerkt“, erklärt der passionierte Hobbygärtner, der seit 1974 einen Kleingarten in der Anlage Seeblick I in der Güstrower Südstadt bewirtschaftet.

Als Siegfried Tom vor Jahren die Akebie im Botanischen Garten in Rostock entdeckte und er sie anschließend in seinen Garten pflanzte, hatte er Früchte überhaupt nicht im Sinn. Die, so hat er recherchiert, würden auch eher in wärmeren Regionen erscheinen, nicht im hohen Norden. „Aber im Juli war es schon sehr warm“, sagt der Güstrower und will nicht gleich von Klimaerwärmung reden.


Samen aus dem eigenen Garten


Von Herbststimmung ist in Toms Garten noch wenig zu spüren. Hier reifen noch Bohnen, Erbsen und Mohrrüben heran. Die Erbsen hat er erst am 15. Juli gelegt. „Das funktioniert noch. Oft sind die späten Saaten besser“, betont der Hobbygärtner. Das spät heranwachsende Gemüse sei oft zarter. Während die Paprika im Gewächshaus gerade abgeerntet wurden, freut sich Siegfried Tom über eine in diesem Jahr kaum enden wollende Gurkenernte. „Es sind die veredelten Pflanzen, die immer noch Gurken ansetzen“, berichtet er. Auch einen guten Tipp hat der pensionierte Polizist parat. Oft klagen Gartenfreunde, dass Petersilie nicht wachsen will. Siegfried Tom wirft selbst gesammelte Samen im Herbst im Gewächshaus aus. Im Frühjahr würden die Pflänzchen dann nur so sprießen. Überhaupt arbeitet Siegfried Tom viel mit selbst produzierten Samen. Fein säuberlich aufgereiht und beschriftet stehen in kleinen Schachteln im Gartenhaus. An Sorten, die sich einmal bewährt haben, hält der Hobbygärtner fest.

Und übrigens ist es nicht nur der Ernteerfolg, der den Hobbygärtner seit 40 Jahren bei der Stange hält. „Wichtig ist die Bewegung“, sagt Siegfried Tom. Zweimal täglich fahre er mit dem Rad zum Garten. So kämen immerhin täglich acht Kilometer zusammen. Außerdem liebt er die Ruhe im Garten. Gestört werden darf sie gern vom Gezwitscher der Vögel.


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