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Güstrower Anzeiger

21. November 2017 | 22:18 Uhr

Güstrow : Güstrows Rathaus ab April verhüllt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Fassadensanierung für rund eine halbe Million Euro wird sich bis in den Oktober ziehen.

von
erstellt am 17.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Wenn im Frühjahr das Güstrower Rathaus verhüllt wird, ist das kein neues Projekt des Künstlers Christo. Die gesamte Fassade muss saniert werden. Geplant war die Erneuerung bereits im vergangenen Jahr. U.a. ein Schadenskataster, das noch erstellt wurde, verzögerte das Vorhaben.

„Die Bauleistungen werden derzeit ausgeschrieben. Die Aufträge sollen im März vergeben werden“, informierte jetzt Bürgermeister Arne Schuldt. Maik Titze, Abteilungsleiter Gebäudemanagement in der Stadtverwaltung, kann präzisieren. Vorbereitende Arbeiten sollen im April beginnen. In der Woche vom 16. April ist die Aufstellung der Gerüste geplant. Der Bauablaufplan sehe ein Ende der Sanierung für die 41. Kalenderwoche vor. Das wäre Mitte Oktober.

Risse und Abplatzungen verteilen sich auf die gesamte Rathausfassade. Besonders problematisch sei der Sockelbereich, wo Umwelteinflüsse (z.B. Spritzwasser) und Berührungen ihre Spuren hinterlassen, erklärt Titze. Das Schadenskataster habe das erbracht, was man erwartet hatte. „Der Gutachter hat Lösungsansätze für die Ausbesserung geliefert“, berichtet Titze und fügt hinzu: „Er hat bestätigt, dass es nicht notwendig ist, den gesamten Putz zu entfernen, sondern es möglich ist, stellenweise zu arbeiten.“ Denn insgesamt sei die Fassade in keinem schlechten Zustand, so der Gutachter. Nach Beseitigung aller schadhaften Stellen erhält das Rathaus einen neuen Anstrich.

Etwa eine halbe Million Euro sind für die Sanierung veranschlagt. Rund 66 000 Euro muss die Stadt aufbringen. Der „Rest“ wird über Städtebaufördermittel finanziert. Für die Stadt kämen noch rund 25 000 Euro hinzu, weil die Taubenabwehr demontiert und nach Abschluss der Sanierungsarbeiten Netze und Spikes wieder angebaut werden müssen, was allein auf Kosten der Stadt gehe. Die Eigenmittel nimmt die Stadt aus einem Vergleich. Aufgrund der fehlerhaften Arbeiten an der Rathausfassade hatte die Stadt einen Rechtsstreit geführt, der mit einem Vergleich geendet hatte.

Während der Bauarbeiten seien Einschränkungen für die Mitarbeiter im Rathaus als auch für Besucher nicht zu vermeiden. „Wir werden versuchen, diese möglichst gering zu halten und darauf zu achten, dass bei Veranstaltungen vor dem Rathaus und im Rathaus (z.B. Trauungen) auf lärmende Arbeiten verzichtet wird“, erklärt der Abteilungsleiter Gebäudemanagement

In den Jahren 2000 bis 2002 war das Güstrower Rathaus komplett saniert worden. Die vier Giebelhäuser stammen aus der Zeit nach dem großen Stadtbrand 1503 und waren Ende des 18. Jahrhundert nach Plänen des Baumeisters David Anton Kufahl überformt worden.

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