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Ferienzeit : Güstrows Gästebücher prall gefüllt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

In das Stadtmuseum und die Ernst-Barlach-Stiftung pilgern besonders in der Ferienzeit Touristen aus ganz Deutschland und Europa

Vor allem in der Ferienzeit ist Güstrow Anziehungspunkt für viele Touristen, die nicht nur aus dem gesamten Bundesgebiet in die Barlachstadt kommen, sondern auch aus dem Ausland. Ein Blick in das Gästebuch des Güstrower Stadtmuseums liefert dafür den Beweis. Darin haben sich allein in den vergangenen drei Wochen Besucher aus Dänemark, Frankreich, Polen und vielen anderen europäischen Ländern verewigt. Die deutschen Besucher sind bis ins ferne München zurückzuverfolgen. „Darunter sind auch viele, die einmal in Güstrow gelebt haben und sich bei einem Besuch gern bei uns umschauen“, sagt Museumsmitarbeiterin Kerstin Reincke.

In den vergangenen Wochen blieb der große Besucheransturm jedoch aus. Schuld daran waren die hohen Temperaturen. „Im Hochsommer sind die Touristen mit ihren Kindern am Strand, das ist verständlich“, sagt Kerstin Reincke. Wenn es kühler werde oder regne, würden mehr Gäste kommen, das sei überall so. Das bestätigt auch Volker Probst. „Für Museen aller Art ist das Wetter ein entscheidender Faktor“, so der Geschäftsführer der Ernst-Barlach-Stiftung. Bei Regen würden die Touristen ihren Strandtag durch einen Kulturtag ersetzen.


Trotz Sommerloch mehr Besucher


Der Betrieb in den Museen am Güstrower Heidberg und der Gertrudenkapelle sei in diesem Sommer zufriedenstellend, berichtet Volker Probst. „In beiden Barlachmuseen haben wir im Vergleich zum Sommer 2013 einen Besucherzuwachs.“ Derzeit würden vor allem Touristen die Ausstellungen besichtigen. So kommen auch Barlach-Fans aus den Niederlanden, der Schweiz und Dänemark bis nach Güstrow.

Trotz des Sommerlochs gibt es auch im Stadtmuseum keinen Grund zur Sorge. „Es könnten immer mehr Besucher sein, aber dieses Jahr sind wir zufrieden“, sagt Kerstin Reincke. Bislang seien in diesem Jahr schon mehr Besucher als 2013 in die Einrichtung gekommen.

Um aber auch in der Urlaubssaison für potenzielle Besucher interessant zu sein, denken sich die Museumsmitarbeiter immer wieder interessante Aktionen aus. So beteiligt sich das Stadtmuseum schon seit Jahren am Kinderkunstkompass. Für das kulturelle Ferienprogramm führen Kerstin Reincke und ihre Kollegin Iris Brüdgam unter dem Motto „Museum im Dunkeln“ Kinder und ihre Eltern in den Abendstunden durch die Einrichtung. Heute um 21 Uhr findet der besondere Museumsrundgang ein letztes Mal statt.


Berlinerin besichtigt die Stadt an einem Tag


Dass das kulturelle Programm der Barlachstadt auch außerhalb der Landesgrenzen Aufmerksamkeit erregt, weiß auch Christl Friederici. Die Literaturwissenschaftlerin aus Berlin hatte schon vor längerer Zeit den Plan gefasst, nach Güstrow zu kommen. „Ich interessiere mich sehr für Kunst und wollte mir immer schon den ,Schwebenden’ ansehen“, erzählte sie gestern. Außerdem lese sie in der U-Bahn oft die „Jahrestage“ von Uwe Johnson. Als sie erfuhr, dass der Schriftsteller Güstrower Wurzeln hat, sei die Stadt für sie noch reizvoller geworden.

Gestern hat sich Christl Friederici diesen lang gehegten Wunsch schließlich erfüllt und sich in den Zug gesetzt. Den ganzen Tag lang hat die Großstädterin sich in Güstrow umgesehen, vom Dom über das Stadtmuseum bis zum Güstrower Schloss. „Ich war einfach schon immer sehr an allem Kulturellen interessiert“, erzählt sie.

Kurztrips in andere Städte gehören für Christl Friederici zur Normalität. „Ich mache sehr oft solche Tagesausflüge, am liebsten allein“, berichtet sie. Denn so könne sie viel mehr sehen und auch genau das, was sie wirklich interessiert. Nach dem gestrigen Tag dürfte die Berlinerin schon fast eine Expertin der Güstrower Kultur sein. Schon am Nachmittag hatte sie ein positives Resümee parat. „Es gefällt mir hier sehr gut. Vor allem die Backsteingotik hat es mir angetan.“

Um ihren Besuch auch für die Nachwelt zu dokumentieren, hat sich Christl Friederici dann noch in das Gästebuch des Güstrower Schlosses eingetragen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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