Freiwillig gearbeitet : Güstrower Zeit nicht missen

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Naemi Wagner und Hannah Krause gehen nach einem Jahr im „Leuchtturm“ in Güstrow ihren Weg weiter

Ein Freiwilliges soziales Jahr oder den Bundesfreiwilligendienst absolvieren – für junge Leute ist dies eine gute Möglichkeit, ihren Horizont zu erweitern. Das konnten auch Naemi Wagner (19) aus Siegen sowie Hannah Krause (19) aus Buxtehude. Beide waren ein knappes Jahr im Güstrower „Leuchtturm“ auf dem Distelberg tätig. In diesem sozial-diakonischen Projekt verbrachten sie viel Zeit mit Kindern und Jugendlichen und haben so einiges gelernt. In dieser Woche werden beide weiter ziehen und jede eigene Wege gehen.

Naemi Wagner hatte nach ihrem Abitur eigentlich nach Montenegro gehen wollen, ein Jahr wollte sie bewusst „für Gott“ arbeiten. Doch dann sah sie einen Vortrag über die Arbeit des „Leuchtturms“ in der Barlachstadt. „Das hat mich beeindruckt. Weil mir Kinder am Herzen liegen, habe ich mich beworben“, erzählt die 19-Jährige.


Selbstbewusster geworden


Ende August 2014 war sie in Güstrow angekommen und erlebte in der ersten Zeit viel Heimweh. „Die letzten drei Monate gingen dann viel zu schnell um“, sagt sie. Sie sei selbstständiger und selbstbewusster geworden in der Güstrower Zeit und habe Geduld lernen müssen. Jetzt möchte sie Medizin im Saarland studieren, um später einmal Kinderärztin zu werden.

Hannah Krause hat ein Jahrespraktikum im „Leuchtturm“ absolviert, auch ihr war ein Jahr für Gott wichtig. „Später neben dem Beruf kann ich das auch, aber jetzt war es sehr intensiv ohne andere Verpflichtungen möglich“, erzählt die 19-Jährige, die dank einer Absage einer Gemeinde in Wuppertal nach Güstrow gefunden hatte. Genau solch eine Arbeit habe sie gesucht. „Das Jahr war herausfordernd, aber ich bin daran gewachsen“, sagt sie jetzt. Mit Kindern Hausaufgaben machen, spielen und ihnen biblische Werte vermitteln – das gehörte für sie dazu. Jetzt geht Hannah Krause nach Stuttgart, um ein Jahr in einem Krankenhaus zu arbeiten. „Danach will ich meine Ausbildung machen“, sagt sie. Ob das dann tatsächlich Krankenschwester werden wird, hängt wohl auch von den kommenden Monaten ab. Es könnte auch in Richtung Fotofachfrau oder Immobilienkauffrau gehen.

Beide werden wohl die Güstrower Kinder vermissen, mit denen sie in der vergangenen Woche zum Sommerlager den Schlusspunkt ihrer Arbeit setzten. Aber beide möchten diese Zeit in Güstrow nicht missen.

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