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Lokale Wirtschaft : Güstrower Wärmepumpen für China

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Güstrower Hersteller von Wärmepumpen Smartheat verdoppelt Umsatz mit neuem Großauftrag für das Reich der Mitte.

von
erstellt am 30.Mai.2016 | 21:00 Uhr

„Made in Germany“ ist noch immer eine besondere Marke. Die hier geleistete Qualitätsarbeit lockt Kunden weltweit an. Davon profitiert jetzt das Güstrower Unternehmen Smartheat und zog den größten Deal der Firmengeschichte an Land. Der Entwickler und Produzent von Wärmepumpen liefert dieses Jahr 300 dieser Pumpen an einen neuen Großkunden in China (SVZ berichtete kurz). „Das bedeutet eine Verdopplung unseres Umsatzes“, freut sich Geschäftsführer André Schreier. „Eine absolute Herausforderung für uns.“ Die Produktion am Standort in Glasewitzer Burg läuft auf Hochtouren. Neue Mitarbeiter müssen so schnell wie möglich eingearbeitet werden. Dieses Jahr wurden bereits fünf eingestellt. Und das Wachstum geht weiter: Schreier plant weitere Einstellungen, um das Auftragsvolumen abzuarbeiten. Konstruktion und Design der Wärmepumpen kommen dabei komplett aus seinem Haus: Made in Güstrow.

Der chinesische Großkunde, ein Ausstatter für Haustechnik im gehobenen Villenbereich aus dem Großraum Shanghai, ist seit Januar auch Gesellschafter des Güstrower Unternehmens. Über ihn werden die hochwertigen und komplexen Geräte in China vertrieben. „Wir erhoffen uns natürlich auch Folgeaufträge im Reich der Mitte“, sagt Schreier. Er setzt auf ein „machbares Wachstum entsprechend des Firmenpotenzials“. Angedacht ist, im kommenden Jahr die Produktionskapazitäten am Standort Glasewitzer Burg zu vergrößern. Zurzeit verlässt alle zwei Wochen ein Container mit 16 Geräten den Betrieb Richtung China. Diese Anzahl von Wärmepumpen könnte 60 deutsche Einfamilienhäuser beheizen. Eine Pumpe hat mehr als 60 Kilowatt und kann nicht nur heizen, sondern auch kühlen und Warmwasser aufbereiten.

Das Unternehmen Smartheat existiert bereits lange in Güstrow, allerdings nicht unter diesem Namen. Im Laufe der Zeit gab es zahlreiche Umfirmierungen. „Im Kern haben wir aber immer das gleiche gemacht“, erläutert Schreier. 1991 gründete Schreiers Vater, Joachim Schreier, das erste Unternehmen in Güstrow, das sich regenerativen Energien widmete. Daraus entstand im Jahr 2000 die Maschinenbau GmbH von Vater, Sohn und der Schwester Ulrike Lenz. 2006 wurde die Firma an den Großkonzern Conergy verkauft und hieß Conergy Wärmepumpen GmbH. Als Conergy den Bach runterging, suchte Schreier nach einem neuen Gesellschafter. Er wurde fündig und das Unternehmen hieß dann Güstrower Wärmepumpen GmbH. 2011 stieg das chinesische Unternehmen Smartheat bei den Güstrowern ein. Anfang des Jahres änderte sich die Gesellschafterstruktur erneut: Neben Smartheat kam der neue chinesische Großkunde als Gesellschafter hinzu. Neben anderen ist auch Schreier selbst Gesellschafter.

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