E-Mobilität : Güstrower stehen auf E-Fahrräder

Roger Karasch vom gleichnamigen Güstrower Fahrradhaus ist mehr als zufrieden mit der Vermietung der E-Bikes.
Roger Karasch vom gleichnamigen Güstrower Fahrradhaus ist mehr als zufrieden mit der Vermietung der E-Bikes.

Vermietung von E-Bikes der Stadtwerke Güstrow mit Fahrradhaus Karasch kommt gut an / Landesweite Kampagne E-Mobilität

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28. Juli 2015, 06:00 Uhr

Das Thema E-Mobilität kommt bei den Güstrowern offensichtlich gut an. Die im April von den Stadtwerken Güstrow und dem Fahrradhaus Karasch in der Speicherstraße als Pilotprojekt gestartete Vermietung von Elektro-Fahrrädern, so genannte E-Bikes, stößt auf große Resonanz. Fünf dieser Fahrräder hatten die Stadtwerke angeschafft (SVZ berichtete). „Vor allem zum Ferienauftakt sind die E-Bikes stark nachgefragt“, sagt Roger Karasch. „Touristengruppen und Radwanderer nutzen das Angebot. Bis Mitte September habe ich schon Vorbuchungen.“ Die Hälfte der Vermietungen erfolge jedoch an Güstrower. „Viele testen die E-Bikes bei uns, um sich eventuell selbst eines anzuschaffen“, freut sich Karasch, der aufgrund der Vermietung schon E-Bikes verkaufen konnte.

Schon jetzt zeige sich, dass sich das Pilotprojekt bewährt habe, sagt Juliane Klimt von den Stadtwerken Güstrow. Mit der Ausleihe der E-Bikes sowie mit einer kürzlich eröffneten Elektro-Ladestation für E-Autos und E-Bikes am Franz-Parr-Platz wollen die Stadtwerke das Thema E-Mobilität „in die Köpfe der Güstrower bringen“. Juliane Klimt denkt bereits darüber nach, einen Schritt weiter zu gehen. „Ein zweiter Vermiet-Standort für E-Bikes in Güstrow ist möglich, eventuell an der ,Oase’. Die liegt direkt am Fernradweg Berlin-Kopenhagen. Ein guter Start für schöne Radtouren“, sagt sie.

Unterdessen hat das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung MV die Kampagne „E-Pendler – elektromobil unterwegs“ gestartet. Bis zum 9. August können sich alle Bürger aus Mecklenburg-Vorpommern auf www.ependler-mecklenburg-vorpommern.de für eine siebentägige Probefahrt bewerben. Die Stadtwerke Güstrow unterstützen das Projekt. Ziel der landesweiten Kampagne ist es, zu zeigen, dass Elektroautos gerade auf dem Weg zum Arbeitsplatz für Pendler und Fahrgemeinschaften enorme Vorteile bieten. „Beim Verbrauch sind Elektroautos rund 70 Prozent billiger als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Unsere Kampagne ermöglicht es den Bürgern, das ohne Verpflichtung und Kosten selbst auszuprobieren“, sagt Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung. Die Kampagne will besonders Fahrgemeinschaften ansprechen, die sich auf dem täglichen Weg zwischen Zuhause und Arbeit ein Automobil teilen.


Stadtwerke Güstrow Teil der E-Flotte


Aktionszeitraum ist vom 28. August bis 5. September. Die Fahrzeuge werden am 28. August auf einer Presseveranstaltung im Rahmen des landesweiten Tages der Elektromobilität der Industrie- und Handelskammer in Schwerin übergeben. Die Stadtwerke Güstrow werden mit ihrem Elektro-Auto ebenfalls Teil der E-Flotte sein. Ein Mitarbeiter der Stadtwerke wird das Auto für die tägliche Pendlerfahrt zur Arbeit und zurück verwenden und die Erfahrungen mit dem E-Auto dokumentieren, sowohl textlich als auch mit Fotos, informiert Juliane Klimt. „Weiterhin wird natürlich auch unsere E-Ladesäule in Güstrow Teil des Ladenetzes für die E-Flotte. Fahrzeuge können dort kostenfrei Strom der Stadtwerke tanken. Da die E-Flotte in ganz Mecklenburg-Vorpommern unterwegs sein wird, stellt die Ladesäule einen wichtigen Punkt dar, um mit dem E-Auto von Süd-MV nach Nord-MV zu fahren“, sagt Juliane Klimt. Die Kampagne sei ein wichtiger Schritt, um die E-Mobilität im ganzen Land weiter bekannt zu machen.  

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