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Hilfe für Syrien : Güstrower spenden zahlreich

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Hilfsaktion „MV für Kobane“ erfolgreich / Krankenhaus in Syrien soll nach der Zerstörung wieder aufgebaut werden

von
erstellt am 12.Mai.2015 | 06:00 Uhr

Zahlreiche Katastrophen, ob beim Tornado in Bützow oder beim verheerenden Erdbeben in Nepal, führen gerade zu einer großen Spendenbereitschaft in der Bevölkerung. Die Solidarität mit den in Not Geratenen ist beeindruckend. So auch für die bei den Kämpfen mit dem so genannten Islamische Staat zerstörte syrische Stadt Kobane. Hierfür hatte die Güstrower Lehrerin Hanka Gatter mit ihren Schülern von der Freien Schule Güstrow zu Spenden aufgerufen (SVZ berichtete). Ihr Ziel: das zerstörte Krankenhaus wieder aufzubauen. Jetzt ist die Aktion der Organisation „MV für Kobane“ abgeschlossen und es ist einiges in der Barlachstadt zusammengekommen.

„Die größte Spende kam eindeutig vom KMG-Klinikum“, freut sich Hanka Gatter. Patientenbetten, Defibrillatoren, Blutanalysegeräte, eine Laborwaschmaschine und einiges mehr hatte das Güstrower Krankenhaus gespendet. Aber auch in der Schule selbst sowie an einem Imbiss in der Südstadt und in der Domgemeinde wurden zahlreiche Hilfsgüter für Kobane abgegeben. „Wir haben auch noch einen gynäkologischen Untersuchungsstuhl bekommen sowie von einer Apotheke Verbandsmaterialien im Wert von mehr als 100 Euro“, sagt Hanka Gatter. Zudem kamen Orthesen, Rollstühle, Rollatoren und zahlreiche Krücken zusammen. „Eine Dame aus Wolken hatte zudem den SVZ-Artikel gelesen und noch einen Spezialrollstuhl gespendet“, so die Lehrerin weiter, die von der Spendenbereitschaft begeistert ist.

Jetzt wird sie mit ihren Schülern alles sortieren, verpacken und beschriften. Nächste Woche geht alles in das Sammellager nach Rostock, das schon ziemlich voll ist, sagt Hanka Gatter. Wieder eine Woche später werden dann die Lastwagen mit den Hilfsgütern in die Türkei starten. Von einem Ort an der syrischen Grenze wird alles weiterverteilt. „Die Güstrower Sammelaktion für Kobane war sehr erfolgreich. Bei meinen Schülern hat sich zudem ein Bewusstsein für die dortige Krisenregion entwickelt. Ich und meine Schülern wollen auf jeden Fall dran bleiben“, bilanziert Hanka Gatter.

 

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