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Güstrow : Güstrower Senioren tanzen in den Herbst

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Rund 100 Güstrower bei Herbstfest im Bürgerhaus. Vorsitzende des Seniorenbeirats zieht Bilanz

svz.de von
erstellt am 18.Okt.2017 | 21:00 Uhr

Die kurze Rede zur Begrüßung schließt Hildegard Steinecke mit einem offenen Geheimnis. „Wir wissen alle, warum wir hier sind“, sagt die Vorsitzende des Güstrower Seniorenbeirats und lächelt. Das Herbstfest an diesem Nachmittag im Bürgerhaus sei doch vor allem ein Vorwand, um endlich mal wieder ordentlich zu tanzen! Es braucht nur die ersten Takte des Liedes. Die Tanzfläche ist gefüllt und die Paare tippen durch den Saal.

Hildegard Steinecke steht neben der Bühne und schaut zufrieden. Gerne würde sie selber mit tanzen, aber das Bein macht nicht mehr richtig mit. Seit Anfang des Jahres ist die 73-Jährige Vorsitzende des Seniorenbeirats. Vorher hatte sie ein Jahr lang Helmut Müller, den damaligen Vorsitzenden, begleitet, um das Geschäft ordentlich übernehmen zu können. Auf die Frage, ob bislang alles glatt gelaufen sei, antwortet sie: „Jein.“

Die Feste seien das Beste, das Frühlings- und das Herbstfest, die im Sommer veranstaltete Feier für die Über-90-Jährigen. Und dann kommt bald die Weihnachtsfeier. „Das macht Spaß, die Firmen in Güstrow helfen“, sagt Steinecke, beispielsweise einen Obolus für Kuchen oder Kaffee. Aber: Sie wünscht sich mehr Mitspracherecht der Senioren in der Stadt. Im Moment sei alles in Ordnung. Aber wenn ihnen mal etwas auf dem Herzen läge? Ein direkter Draht zur Stadtpolitik wäre etwas, das sie gerne sähe. Ein wenig enttäuscht sei sie schon, dass zum Herbstfest trotz Einladung niemand von der Stadt erschienen ist.

Nach den ersten Liedern ist Zeit für Kuchen. Auf der langen Tafel stehen Sahnetorten, Obstböden, Streußel- und Apfelkuchen. Die drei Kellnerinnen kommen mit dem Kaffeeeingießen gar nicht mehr hinterher.

Dann tritt der Chor auf. Begleitet von einem Keyboard singen oder summen die rund 100 Senioren im Saal von einer wunderbaren Welt und von der Liebe, die es noch unter den Menschen gibt. Hildegard Steinecke gab kurz vorher zu, dass sie nicht so recht wisse, ob auch jeder mitsingen würde.

Immerhin: Direkt nach dem Chor wird wieder getanzt. Steinecke zieht ihre Weste aus und sagt: „Hier kommt man ja richtig ins Schwitzen.“

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