Güstrow und Gambia : Güstrower schauen bei Paten vorbei

Kinder beim Ausflug verstecken sich in einem holen Baum –  mittendrin Monika Thomsen. 

Kinder beim Ausflug verstecken sich in einem holen Baum –  mittendrin Monika Thomsen. 

Güstrowerin Kathleen Trost war erstmals mit Verein „Bützower für Gambia“ in Labakoreh.

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09. Juni 2017, 05:00 Uhr

Mit eindrücklichen Erlebnissen kehrte Monika Thomsen, Vorsitzende des Vereins „Bützower für Gambia“, mit weiteren Frauen und Männern kürzlich aus Gambia zurück. In Labakoreh hat der Verein eine Vorschule aufgebaut und dem Ort nach und nach weitere Hilfen zukommen lassen. Kathleen Trost aus Güstrow war erstmals einige Tage dabei. „Es war beeindruckend für mich, wie reich die Menschen trotz ihrer Armut sind, weil sie füreinander da sind“, erzählt sie. Zehn Tage lang erlebte die 41-Jährige in Gambia und zeigte sich von der Kultur der Menschen fasziniert. „Jeder Tag war ausgefüllt an Erlebnissen wie ein Jahr“, sagt sie.

Als Heilpädagogin schaute Kathleen Trost insbesondere auf das Miteinander. „Wie dort Inklusion gelebt wird, indem alle dazu gehören, das ist genial. Jeder fühlt sich für jeden verantwortlich“, beobachtete sie.

Insgesamt waren 14 Frauen und Männer aus Güstrow, Bützow und Umgebung in Etappen nach Labakoreh gereist. „Wir wollen das erhalten, was wir dort geschaffen haben“, sagt Monika Thomsen. Ein im vergangenen Jahr geschaffenes Nähzentrum wurde angeschaut, Patenkinder besucht. „Es sind immer viele Fragen zu klären, Zeugnisse zu kontrollieren, und vor allem schauen wir, wie die Arbeit läuft und wo wir etwas verändern sollten“, erklärt die Güstrowerin.

Fast 90 Kinder besuchen den Kindergarten in drei Altersgruppen. „Es war gut, dass wir in die Ausbildung der Lehrer investiert haben“, sagt Monika Thomsen. Das würde schon jetzt an der Qualität des Unterrichtes zu spüren sein. Sechs Jugendliche werden im Nähzentrum derzeit ausgebildet. Alle 18 Nähmaschinen sind dort angekommen und können genutzt werden. Thomsen: „Es ist vor allem wichtig, dass die Kinder eine gute Bildung erhalten.“ Es sei wertvoll, wenn sie es lernen, für ihren Lebensunterhalt einmal selbst zu sorgen.

Mit 15 der älteren Vorschüler haben die Gäste eine Exkursion durchgeführt. Es ging in ein Stadion und an einen eingezäunten Krokodilteich. „Manche haben erstmals einen Rasen oder ein Krokodil gesehen“, erzählt Monika Thomsen. Die Kinder erlebten außerdem mit, wie Fische gefangen wurden.

Jetzt wird wieder ein Jahr ins Land gehen, bis Monika Thomsen die nächste Reise nach Gambia antritt. „Ich bin froh, dass wir unseren Lamin als Organisator vor Ort haben“, sagt sie. Er schaut jetzt, dass die Arbeit gut weiter läuft.

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