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Nordkorn Saaten baut Standort aus : Güstrower Saatgut für Deutschland

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Die Zeichen stehen auf Expansion - und Innovation: Mit Investitionen in Höhe von mehr als vier Millionen Euro baut die Nordkorn Saaten ihren Standort Güstrow in diesem Jahr massiv aus. Die Erfolgsgeschichte geht weiter…

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erstellt am 30.Aug.2013 | 05:21 Uhr

Güstrow | Die Zeichen stehen auf Expansion - und Innovation: Mit Investitionen in Höhe von mehr als vier Millionen Euro baut die Nordkorn Saaten ihren Standort Güstrow in diesem Jahr massiv aus und unterstreicht damit ihre Führungsposition bei der Saatgutproduktion in Norddeutschland. "Das ist schon gewaltig", sagt Carsten Bast, Leiter der Saatgutproduktion, sichtlich zufrieden. "Diese Investitionen tragen dazu bei, dass der Standort sicher ist und bleibt." Mittlerweile gehört das Unternehmen, eine eigenständige Tochter der Getreide AG in Rendsburg, mit seinem Stammsitz in der Barlachstadt zu den drei größten Saatgutproduzenten in Deutschland. Zertifiziertes Saatgut geht von Güstrow aus in die gesamte Republik und ins Ausland. Und die Erfolgsgeschichte geht weiter…

Deutschlandweit einzigartige Elektronenanlage

"Ein wirklich spannendes Jahr für uns", sagt Bast. Drei große Projekte ist die Nordkorn Saaten in diesem Jahr angegangen. Mit einer neuen Saatgutaufbereitungsanlage wurden die Kapazitäten mehr als verdoppelt. "Damit können wir jetzt über 40 Tonnen Getreide pro Stunde reinigen", erklärt er. Auf dem Betriebsgelände am Bredentiner Weg hat das Unternehmen zudem eine neue Logistikhalle gebaut. Hier kommt noch ein Hochregallager mit 2000 Palettenstellplätzen rein. "Die Halle ist fast fertig, Ende des Jahres können wir sie nutzen", so Bast. Wichtigstes und kostenintensivstes Vorhaben ist jedoch die 1,5 Millionen Euro teure Elektronenanlage zur Behandlung des Saatgutes. "Das ist einzigartig in Deutschland", sagt der Leiter der Saatgutproduktion. Die Elektronenbehandlung bietet eine umweltbewusste Alternative zur chemischen Beizung des Saatgutes. "Das wird von den Landwirten sehr gut angenommen", sagt Bast. Ab September beginnt der Bau. Für die Ernte 2014 soll die Anlage einsatzbereit sein.

Doch das Unternehmen steht vor einer weiteren Herausforderung: Die Nordkorn Saaten hat zwei neue Betriebsstätten in Jüterborg und Angermünde erworben. Bisher gab es nur den Standort Güstrow. "So wollen wir die Saatgutproduktion steigern", erläutert Bast. Bisher betrage die Produktion 40 000 Tonnen pro Jahr, zukünftig sollen es 60 000 Tonnen werden. Die neuen Standorte in Brandenburg werden zentral von Güstrow aus gelenkt.

Gerade Phase höchster Arbeitsbelastung

Diese einschneidenden Veränderungen kommen mitten in der Phase der höchsten Arbeitsbelastung für die 40 Mitarbeiter des Unternehmens. "Wir sind gerade 24 Stunden im Einsatz", sagt Bast. "Mehr geht nicht." Die Produktion von Saatgut für die Landwirtschaft jetzt am Ende der Ernte läuft auf Hochtouren. Die Produktionspalette umfasst Getreide, Eiweißpflanzen, Ölsaaten, Futterpflanzen und Gräser. Rund 130 Landwirtschaftsbetriebe aus MV, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt hat Nordkorn Saaten unter Vertrag, um die Produktion aufrechterhalten zu können. Ca. 800 Kunden, einzelne Landwirtschaftsbetriebe, werden allein in MV von Güstrow aus mit Saatgut beliefert. "Bis zu 1000 Tonnen fertiges Saatgut verlassen gerade täglich unser Betriebsgelände. Das sind jeden Tag rund 40 Lastwagen", rechnet Bast vor.

2013 ist ein besonders gutes Jahr für die Saatgutproduktion. "Wir hatten gutes und beständiges Erntewetter", freut sich Bast. "Ein Glück für die Landwirtschaft." Große Erträge und gute Qualität bilanziert er für die jetzt zu Ende gegangene Ernte. Damit sei in diesem Jahr Saatgut ausreichend verfügbar. Das sah 2010/11 ganz anders aus. Aufgrund starker Niederschläge versanken die Mähdrescher im Acker. "Da hatten wir gravierende Probleme. Vor allem in MV gab es einen Mangel bei der Saatgutversorgung", erinnert sich Carsten Bast. Vor diesem Hintergrund sei die jetzige Situation um so besser.

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