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DRK-Kreisverband Güstrow : Güstrower Retter brauchen dringend Verstärkung

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

DRK-Betreuungszug fehlen ehrenamtliche Mitstreiter / Wichtige Aufgaben bei Großschadensereignissen

Wenn es um Hilfe bei Großschadensereignissen oder Naturkatastrophen geht, ist zumeist vom Rettungs- und Sanitätsdienst die Rede, die sich an vorderster Front um die Schwerverletzten kümmern. Zu Unrecht steht der Betreuungszug dabei meist im Schatten, findet DRK-Ehrenamtskoordinator Hilmar Fischer. „Wir halten den anderen Diensten den Rücken frei, kümmern uns um die Leichtverletzten, versorgen, evakuieren und organisieren die Vermisstensuche“, nennt der 49-Jährige einige Beispiele. Doch der in Güstrow stationierte DRK-Betreuungszug hat ein großes Problem: es fehlen die ehrenamtlichen Mitstreiter.

Damit der Betreuungszug reibungslos funktioniert und alle Fahrzeuge besetzt sind, werden 31 Personen gebraucht. Da Einsätze oft über einen längeren Zeitraum gehen, werden noch einmal so viele Kräfte für die Doppelbesetzung benötigt. Und das ist der Knackpunkt. „Wir können zurzeit lediglich auf zwölf ehrenamtliche Kräfte zurückgreifen und brauchen dringend Verstärkung“, sagt Fischer. Ihm schwebt eine gute Mischung aus jungen und älteren Menschen vor, die vom Kraftfahrer über die Mitarbeit in der Küche bis hin zur Betreuung von Kindern eingesetzt werden können. „Besonderen Wert legen wir auf Vorruheständler oder Senioren, die ihre Lebenserfahrungen für dieses wichtige Ehrenamt einbringen können“, sagt Fischer.

Am 9. März wird die Fahrzeugflotte des DRK-Betreuungszugs weiter wachsen. Zu den bisher sechs Fahrzeugen kommt dann ein Transporter mit Kühlanhänger dazu. Damit wird der für die Versorgung verantwortliche Teil des Betreuungszuges weiter gestärkt.


Bei Elbe-Hochwasser im Einsatz


Der Zug ist in mehrere Aufgabenbereiche aufgeteilt. So gibt es in der Küchenkomponente eine Modulküche, in der wahlweise bis zu 500 Personen pro Mahlzeit versorgt werden können. Materielles Kernstück der sozialen Komponente ist ein Geländewagen vom Typ Mercedes Actros, in dem von Feldbetten über Tische, Bänke, Decken, trockener Kleidung bis hin zu Hygieneartikeln alles für die Betreuung von Betroffenen mitgeführt wird. Der Bereich Unterkunft ist für Evakuierungsmaßnahmen zuständig. „Beispielsweise kam die Gruppe beim Elbe-Hochwasser zum Einsatz, als ein Hilfskrankenhaus aufgebaut oder eine Turnhalle für Unterkünfte eingerichtet werden mussten“, erläutert Hilmar Fischer. Schließlich ist das Kreisauskunftsbüro Bestandteil des Betreuungszuges. Die Mitarbeiter registrieren alle Geschädigten, aber auch die Helfer und Einsatzkräfte, sie organisieren den Suchdienst und liefern der Einsatzleitung ständig aktuelle Informationen.

Auf großen Veranstaltungen wie dem nächsten Altstadtfest in Krakow am See oder beim MV-Tag in Güstrow 2016 will sich der Betreuungszug mit seiner Technik präsentieren und am Ehrenamt Interessierte ansprechen.  



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