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Französisch-Güstrower Partnerschaft : Güstrower immer willkommen!

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Delegation der Barlachstadt weilte zum fünften Mal beim 12-Stunden-Lauf im französischen Bures-sur-Yvette.

Die partnerschaftlichen Beziehungen zwischen Güstrow und der französischen Stadt Bures-sur-Yvette stehen auf einem festen und freundschaftlichen Fundament und werden weiter gepflegt. Das unterstrichen Peter Schmidt, Vorsitzender des Partnerstadtvereins Güstrow, und Lionel Brunet, Vorsitzender des Euroby-Vereins von Bures, am Wochenende beim Besuch einer Güstrower Delegation in der Stadt südwestlich von Paris (SVZ berichtete).

„Wir leben in einem vereinten Europa und ich möchte das auch nicht mehr anders haben. Seit über 70 Jahren haben wir Frieden. Meine Generation hat glücklicherweise keinen Krieg erlebt. Das gilt es zu bewahren“, betonte Peter Schmidt. Besonders ging er auf die terroristischen Anschläge in Paris ein, bei denen auch ein Einwohner aus Bures-sur-Yvette starb. „Ihr, unsere Freunde, habt ein schweres Jahr hinter euch. Aber gerade deshalb sind wir zu euch gekommen, um euch zu sagen: Lasst uns mit unserer Freundschaft weiter machen“, unterstrich er die Bedeutung dieser Beziehung.


Ein Toter aus Bures beim Terror in Paris


„Der Terror von Paris wirkt nach. Das ist wie ein Trauma, obwohl wir von der Gefahr wussten. Aber wenn Menschen, die beim Fußball, in einem Restaurant oder in einem Konzert Spaß haben wollten und dann getötet werden, ist das nur furchtbar“, erzählte Lionel Brunet. Wegen der Ereignisse hätten die Eltern daher auch entschieden, dass in diesem Jahr keine Schüler aus Bures nach Güstrow zum Inselseelauf kommen. Brunet: „Aber 2017 soll es wieder so sein wie bisher.“ Um trotzdem den Kontakt nach Güstrow in diesem Jahr nicht abreißen zu lassen, werden sich einige Burer zur Kunstnacht am 3. Oktober nach Güstrow auf den Weg machen. 2017 kann sich Lionel Brunet vorstellen, dass Bures auch einen Beitrag zur Kunstnacht leistet. „Das können wir im Oktober mit den Organisatoren besprechen“, so der Vorsitzende.

Für Lionel Brunet und den Verein kann das nur die einzige Reaktion auf die Pariser Ereignisse sein. Brunet: „Wir passen zwar mehr auf, aber das Leben muss mit Spaß und Freude trotzdem weiter gehen. Das heißt für uns auch, dass Gäste aus Güstrow bei uns in Bures immer willkommen sind.“

Beide Vorsitzende sagen, dass es ohne Wenn und Aber gut ist, wie die Beziehungen seit 2011 funktionieren. Die Satzungen beider Vereine unterstreichen ausdrücklich, dass ein Vertrag zwischen den beiden Städten nicht zwingend ist, um Beziehungen zu knüpfen und zu erweitern. Das sagt auch CDU-Stadtvertreter Sebastian Berg so, der Mitglied im Laufsportvereins Güstrow (LSV) ist. Allerdings sieht er eine vertragliche Gestaltung im Fokus der Möglichkeiten in der Partnerschaft zwischen Güstrow und Bures-sur-Yvette. Das sei jedoch in der Stadtvertretung und in der Verwaltung zu diskutieren, so Berg. Aber es dürfe nicht nur um einen „bürokratischen Akt“ gehen. Sebastian Berg: „Bisher sind der LSV, das Brinckmangymnasium und der Partnerschaftsverein die Säulen der Beziehung. Akzeptanz gibt es beim Rotary-Klub und bei Olaf Paarmann vom Gästehaus am Schloss. Weiteren kann ich nur sagen: Beteiligt euch, seid dabei, Bures wartet auf euch!“

Günter Wolff, Vorsitzender des LSV, unterstreicht das. „Wir haben mit Euroby einen Verein gefunden und etwas mit zum Laufen gebracht. Darüber freuen wir uns. Dass aus Bures keiner zum Inselseelauf kommt, bedauern wir.“ Aber Günter Wolff hat eine Alternative: Gelaufen werden kann auch am 3. Oktober in Güstrow, beim Heidberglauf. „Und vorher gehen wir gemeinsam zur Kunstnacht“, meint er.


LSV brachte etwas mit ins Laufen


Wenn Wolff davon spricht, dass mit Bures etwas ins Laufen gekommen ist, dann ist das im wahrsten Sinne des Wortes so. In diesem Jahr nahmen die Güstrower zum fünften Mal am 12-Stunden-Lauf von Bures teil. Absolviert werden dabei mit oder ohne Pausen Runden, die 2632 Meter lang ist. Die Güstrower Ergebnisse konnten sich unter den 400 Teilnehmern sehen lassen. „Ein gutes Ergebnis wollten wir schon abrechnen. Das gehört dazu“, kommentierte Günter Wolff die Resultate, die bei strömendem Regen erzielt wurden.

In der Mannschaftswertung belegten die Güstrower, die mit den französischen Freunden wieder unter dem Namen „Euroby“ starteten, mit 595 Kilometern Platz 3. Das soll 2017 verbessert werden, wenn wieder Schüler des Brinckmangymnasiums, die wegen der Prüfungen nicht mitfahren konnten, teilnehmen. Mit Jan Lippke (10 Runden beim Walken) stellte man sogar einen Sieger. Weitere Podestplätze holten Erika Wolff (2. beim Walken/8 Runden) und Melanie Benzner (3. beim Walken/12). Die besten Güstrower Laufleistungen zeigten Wolfgang Drews und Birger Dedering mit jeweils 19 Runden.

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