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Marktgestaltung Güstrow : Güstrower gestalten ihren Markt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Mitbestimmung für großes „gemeinsames Projekt“ weiter gefragt. Alles noch auf Anfang: Baustart frühestens 2019.

von
erstellt am 08.Sep.2016 | 21:00 Uhr

Regen Gebrauch machen Güstrower vom Gesprächsangebot der Stadtverwaltung zur Generalfrage: Wie soll der Markt künftig gestaltet sein? An mehreren Themenstationen gaben Besucher am Dienstagabend im Rathaus ihre Meinung zu Protokoll. Jane Weber, Leiterin des Stadtentwicklungsamtes, freute sich über den Zuspruch: „Wir wollen alle Güstrower einbeziehen. Der Markt soll unser gemeinsames Projekt werden.“ Sie umriss einige Themen.

Oberfläche: „Werden die Steine auch nicht zu glatt sein, wenn es regnet oder schneit?“, fragte Sigrid Natsch. Der sehbehinderte Bernd Rohsmannek schob die Kontraste als wichtiges Element aus Sicht des Blinden- und Sehschwachenvereins nach. Viele Aspekte wären bei der Auswahl der Oberfläche zu beachten, erklärte Detlef Wenzek vom Bauamt. Gebaut werden soll mit möglichst wenigen Fugen, vertiefende Rinnen vermieden werden.

Leuchten: Eine ausgestellte LED-Stele als Beispiel mit vielen Funktionen begeisterte aus technischer Sicht als „Schweizer Taschenmesser unter den Lampen“. Geschmackssache ist das Moderne allemal.

Öffentliche Toilette: Der Standort ist noch zu diskutieren. Klar ist: Unterirdische Barrierefreiheit wäre nur viel zu aufwändig erreichbar. Vielleicht passt ein Anbau zwischen Pfarrkirche und Rathaus?

Stadtgrün: Die Bäume zu erhalten oder an anderer Stelle zu ersetzen, war immer wieder zu hörender Wunsch. Dies allerdings werde schwierig, Ersatzpflanzungen sind zum Teil vorgesehen.

Brunnen: Die Idee von Wasserspielen zu ebener Erde, abstellbar zum Wochenmarkt, fand ein sehr positives Echo. „Aber das wird kosten“, warf Weber ein.

Ausstattung: Unbedingt sollten Bänke wieder auf den Markt.

Bushaltestelle: Dass Unterstände und mehr Platz begrüßt werden, dürfte nicht überraschen.

Denkmäler: Archimedes soll bleiben, ein Barlach vielleicht hinzu kommen, die Tierstele eher zum Wildpark wechseln.


Wie geht es weiter?


Bis es soweit ist mit dem Umbau auf ihrem Markt, werden sich die Güstrower noch etwas gedulden müssen. Noch sind alles Vorschläge und Ideen, stehe die Stadt „ganz am Anfang“, betonte Jane Weber und gab einen Ausblick: Am 22. September werden zunächst der Ausschuss für Stadtentwicklung und der Bauausschuss in gemeinsamer öffentlicher Sitzung über die Anregungen der Bürger sprechen. Gibt es dort weitgehend Konsens, könne der Hauptausschuss am 6. Oktober eine Beschlussvorlage erarbeiten. Dann könnte die Stadtvertretung am 20. Oktober die Aufgaben für die Planer beschließen. Etwa 209  000 Euro werde allein die Planung, europaweit auszuschreiben, kosten. Das kommende Jahr werde für die Planung benötigt, schätzt Weber. Auch stehe 2017 für die Verwaltung die Aufgabe, Fördergelder einzutreiben. Weber: „Unsere ganz grobe Schätzung geht von rund 2,5 Millionen Euro Baukosten aus. Das schaffen wir nicht allein.“ Wenn dann Mitte 2018 die Bauleistungen ausgeschrieben werden, erscheine ein Baubeginn im Jahr 2019 realistisch, denkt die Leiterin des Stadtentwicklungsamtes.

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