zur Navigation springen

Dom zu Güstrow : Güstrower Dom bei Nacht erlebt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Familiäre Atmosphäre bei der ersten „Nacht im Dom“ am Sonnabend – es gab Wissenswertes und Künstlerisches für Groß und Klein.

von
erstellt am 23.Mai.2016 | 12:00 Uhr

Gemütlich, kreativ und familiär war sie, die erste „Nacht im Dom“ am Sonnabend. Initiiert wurde die Veranstaltung von Vikarin Jette Altschwager. „Das ist ein Teil meiner Ausbildung zur Pastorin“, erzählt sie und fügt hinzu: „Wir müssen selbst ein Projekt gestalten, indem wir auch Führungsverantwortung übernehmen“. Ziel des Abends sollte es sein Menschen auch außerhalb von Gottesdiensten und Gemeindeveranstaltungen in den Dom zu locken. „Die Abendstunden bieten da einen Anreiz – es ist schon etwas besonderes diesen tollen Dom in der Nacht zu erleben“, sagt Jette Altschwager weiter, die im Herbst ihre Ausbildung im Dom beenden wird.

Gemeinsam mit haupt- und ehrenamtlichen Gemeindemitgliedern stellte die Vikarin ein buntes Programm auf die Beine, das die Besucher in einem Rundgang durch den 1226 gestifteten sakralen Bau führte. Spannend wurde es für den siebenjährigen Johann Seidel aus Mühl Rosin. Gemeindepädagogin Sarah Kerstan verriet dem Grundschüler viele kleine Geheimnisse rund um den Dom. „Hier an dem Modell sieht man, dass der Dom von oben aussieht wie ein Kreuz – nur der Chorraum macht einen Knick“, sagt die Gemeindepädagogin und fragt: „Was sieht den hier im Dom noch aus wie ein Kreuz mit einem Knick?“ Nach einer kurzen Bedenkpause deutet Johann auf das Kreuz Jesu und gibt damit die richtige Antwort. „Johann ist sehr wissbegierig für ihn ist dieser Abend genau richtig“, sagt Mama Renata Seidel, die auch Mitglied der Gemeinde ist.

Auf der gegenüberliegenden Domseite wurde es kreativ. Hier modellierten die Brüder Julius und Jannik Kletzin den Schwebenden nach. Dafür stellte Franziska Hell, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Barlachstiftung, eine lufttrocknende Modelliermasse bereit und half bei der Umsetzung. „Das ist gar nicht so einfach, aber die Form hatten alle Teilnehmer bisher schnell raus“, sagt sie.

Helene Fischer war mit ihren Eltern in den Dom gekommen. Sie wollte unbedingt bei Bettina Bader, Leiterin der Kita Regenbogen, in die Helene bis vor einem Jahr selbst noch ging, vorbeischauen. Bettina Bader bastelte farbenfrohe Kirchenfenster aus Glas, Acrylfarbe und Transparentpapier. „Das erste Fenster haben wir mit unseren Vorschulkindern gemacht. Dafür haben wir die Fenster in beiden Kirchen angesehen und gemeinsam Motive überlegt“, erzählt die Kita-Leiterin. Daneben gab es auch einen informativen Vortrag über das Ulrichmonument und ein Nachtgebet. Danach musste schnell aufgeräumt werden, denn am Sonntag erwartete die Gemeinde gleich sechs Taufen im morgendlichen Gottesdienst. „Zum Glück haben wir so viele helfende Hände“, sagt Vikarin Jette Altschwager.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen