Güstrower bei Feier : Güstrower Beitrag zu Versöhnung

Güstrower Teilnehmer mit dem Ausgezeichneten Neil Mac Gregor: Dietlind Fischer, Matthias Fischer, Karin Fuchs, Sarah Kerstan, Arnold Fuchs, Neil Mac Gregor, Ingbert Gans, Dinny Lankhuyzen-Gans, Christian Höser (v.l.). Fotos: privat
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Güstrower Teilnehmer mit dem Ausgezeichneten Neil Mac Gregor: Dietlind Fischer, Matthias Fischer, Karin Fuchs, Sarah Kerstan, Arnold Fuchs, Neil Mac Gregor, Ingbert Gans, Dinny Lankhuyzen-Gans, Christian Höser (v.l.). Fotos: privat

Verleihung des Nationalpreises an Neil Mac Gregor, Direktor des British Museums, in Berlin miterlebt

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18. Juni 2015, 06:00 Uhr

Wenn Neil Mac Gregor, Direktor des British Museums in London, in der Französischen Friedrichstadtkirche in Berlin den Deutschen Nationalpreis verliehen bekommt, hat das auf dem ersten Blick mit Güstrow wenig zu tun, gäbe es da nicht Barlachs „Schwebenden“. Für die Ausstellung des British Museums „Germany – Memories of a Nation“ hatte die Domgemeinde ein paar Monate auf die Plastik in ihrem Gotteshaus verzichtet und sie nach London entschweben lassen.

Auf Einladung der Deutschen Nationalstiftung, die den Preis jährlich verleiht, nahmen am Dienstag der Geschäftsführer der Barlachstiftung, Volker Probst, die Pastoren der Domgemeinde Güstrow, Susanne und Christian Höser, sowie weitere Gemeindemitglieder an der Festveranstaltung teil. „Es war also die Gruppe eingeladen worden, die im Herbst vergangenen Jahres zur Eröffnung der Ausstellung ,Memories of a Nation’ nach London zum British Museum gereist waren“, berichtet Arnold Fuchs vom Domgemeinderat. Der „Schwebende“ von Barlach aus dem Güstrower Dom sei ein essenzieller Bestandteil der Ausstellung gewesen.


Das Werk Barlachs immer wieder gewürdigt


Während der Festveranstaltung am Dienstag sei immer wieder und in allen Reden das Werk Barlachs gewürdigt worden. Ohne die Bereitschaft der Güstrower Domgemeinde, den „Schwebenden“ für diese bemerkenswerte Ausstellung zur Verfügung zu stellen, wäre das Anliegen nicht umsetzbar gewesen, hieß es. „Die Preisverleihung war damit für alle Güstrower Teilnehmer ein großes Erlebnis“, betont Fuchs.

Neil Mac Gregor hatte im vergangenen Jahr mit der Ausstellung „Germany – Memories of a Nation“ große Aufmerksamkeit und Anerkennung für die Versöhnung zwischen Engländern und Deutschen erlangt. Mit der Ausstellung gelang ein Horizont-erweiternder Blick auf über 600 Jahre deutsche Geschichte. Der „Schwebende“ von Barlach war ein maßgeblicher Beitrag zur Überwindung des 1945 eingefrorenen Deutschlandbilds der Engländer. Mac Gregor wurde zurecht als „beherzter Botschafter der Versöhnung“ bezeichnet.

Mit Stolz habe es die Güstrower erfüllt, dass alle Redner – von Bundespräsident a.D. Horst Köhler über die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, und den Geschäftsführer der Deutschen Nationalstiftung, Dirk Reimers, sowie den Vorstandsvorsitzenden der Stiftung, Prof. Richard Schröder – die Verdienste von Neil Mac Gregor für ein besseres Verstehen von Deutschen und Engländern und bezogen dabei auch den Beitrag der Domgemeinde Güstrow für dieses Versöhnungsanliegen würdigten.

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