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Güstrower Anzeiger

21. August 2017 | 21:49 Uhr

Güstrow : Güstrower bei den UN in Genf

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

André Sonnenberg engagiert sich ehrenamtlich in der Region – als Delegierter bekam er nun Einblick in die Arbeit der Vereinten Nationen

Seit einigen Jahren engagiert sich der Güstrower André Sonnenberg ehrenamtlich in der Region. „Ich habe nach einer Herausforderung gesucht, wollte etwas tun und so bin ich 2010 über den Besuch einer Ehrenamtsmesse zum Behindertenbeirat der Barlachstadt gekommen“, erklärt der 34-Jährige. Zudem sei er Mitglied der CDU und seine ukrainischen Wurzeln führten ihn zum Wolhynier Umsiedlermuseum in Linstow.

„Seit vergangenem Jahr bin ich auch Mitglied der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN)“, berichtet André Sonnenberg und fügt hinzu: „Manchmal reicht das einfach nicht aus, was man hier vor Ort erlebt. So bin ich auf die DGVN gestoßen. Dort bekomme ich Informationen, die ich hier vor Ort nutzen kann.“ Über die DGVN bekam André Sonnenberg unlängst auch die Möglichkeit mit einer 25-köpfigen Delegation nach Genf zu reisen und dort unter anderem einen Einblick in die Arbeit der Vereinten Nationen (UN) zu bekommen.

„Wir haben die Hochkommissariate für Menschenrechte und Flüchtlinge besucht, bekamen Einblick in die Arbeit der Vereinten Nationen im Parlais de Nations und des internationalen Roten Kreuzes. Für mich war dabei wichtig zu erfahren, wie die UN überhaupt arbeitet“, erklärt Sonnenberg seine Intention. Die 25 Delegierten selbst kamen aus unterschiedlichen Fachbereichen. „Eine schöne Möglichkeit Kontakte zu knüpfen und sich zu den unterschiedlichen Themen auszutauschen“, sagt der Güstrower, der die Studienreise auch nutzte, um für ihn wichtige Themen an den richtigen Stellen zu platzieren. „Mir ging es beispielsweise um die Krimkrise. Es war mir ein Anliegen anzubringen, dass es wichtig ist die Konfliktparteien an einen Tisch zu bringen – auch wenn wir von Frieden noch sehr weit entfernt sind“, erklärt Sonnenberg, dessen Großvater 1945 aus der Ukraine geflohen ist. Auch warb Sonnenberg in Genf für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Bauliche und soziale Barrieren abzubauen sieht er als primäre Ziele – auch in Güstrow. „Auch bei diesem Thema war es mir wichtig Kontakte zu knüpfen, um mein Wissen in Güstrow nutzen und weitergeben zu können“, erklärt André Sonnenberg. Selbst in den Gebäuden der UN sei Sonnenberg diesbezüglich noch Handlungsbedarf aufgefallen. „Ich bin sogar gefragt worden, ob ich mir vorstellen könnte in einer entsprechenden Arbeitsgemeinschaft mitzuwirken – mal schauen, was sich daraus entwickelt“, sagt Sonnenberg, der sich zudem auch für die internationale Entwicklungshilfe und die Umsetzung der UN-Kinderrechtkonvention stark machte.

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erstellt am 28.Okt.2016 | 12:00 Uhr

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