zur Navigation springen

Blick nach vorn : „Güstrow wird sich weiter verschulden“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Finanzausschuss der Stadtvertretung empfiehlt Beschluss des Doppel-Haushaltes 2014/2015

Der Finanzausschuss hat der Stadtvertretung Güstrow empfohlen, am 13. Februar den ersten Güstrower Doppel-Haushalt für 2014 und 2015 zu beschließen. „Die Verwaltung hat einen zufrieden stellenden Haushalt vorgelegt. Gemessen an anderen Haushalten in anderen Bereichen, die ich kenne“, sagt Ausschussvorsitzender Gerhard Jacob. Trotz eines Defizits von 4,8 Millionen Euro wertet Jacob positiv, dass keine Kredite aufgenommen werden. Lediglich Kassenkredite von 2,8 Millionen Euro (Kassenkredite sind mit einem Dispokredit eines privaten Haushalts zu vergleichen – die Red.) nutzt die Stadt, um Leistungen zu bezahlen. Für 2015 wird prognostiziert, dass das Defizit um etwas über eine Million Euro reduziert wird. Jacob lobt, dass in jedem Bereich ein sparsamer Umgang mit Sachleistungen erfolgt. „Für Euphorie ist allerdings kein Platz, denn das Defizit bleibt“, betont Jacob im SVZ-Gespräch. Lob gibt es vom Ausschuss für die Übersichtlichkeit des Haushaltes. „Da steigt man besser hinter den Zahlenwald“, schätzt er ein.

Kritisch wertet Gerhard Jacob weiter den Stellenplan. Nach wie vor kann er nicht der Feststellung folgen, dass die „Verwaltung personell auf dem Zahnfleisch läuft“. Jacob sieht sogar noch Reserven, wenn die elektronischen Möglichkeiten besser eingesetzt werden. Positiv bewertet er, dass in den vergangenen zwei Jahren 15 Stellen eingespart und nicht wieder besetzt wurden. Damit habe man das finanzielle Niveau halten können, trotz tariflicher Mehrausgaben.

Für die Zukunft sieht Gerhard Jacob, dass sich die Stadt weiter verschulden wird. Der prognostizierten Tendenz, dass die Stadt etwas von den 12 Millionen Euro Schulden abbauen kann, traut er nicht über den Weg. Zwei Gründe nennt er: immer weniger Zuweisungen und ein eigener Abwasserbetrieb, der alles Geld verbraucht habe und ab 2015 von Krediten leben müsse.

zur Startseite

von
erstellt am 22.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen