Laternen : Güstrow will seine Straßenlampen in Obhut geben

Künftig Betrieb durch Stadtwerke? / Idee: Bei gleichen Kosten mehr Möglichkeiten für kontinuierliche Wartung

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15. April 2015, 06:00 Uhr

Genau 4053 Stunden im Jahr leuchten Güstrows Straßenlaternen. 3770 „Lichtpunkte“ – zumeist die Straßen- und Gehweglaternen, aber auch z.B. beleuchtete Poller zählen da mit – umfasst das gesamte System der öffentlichen Beleuchtung in der Barlachstadt. Ein gewaltiges Einparpotenzial könnte sich da auftun – meinte man vor gut drei Jahren in der Verwaltung. Die spürte für ein Haushaltssicherungskonzept seinerzeit verstärkt Möglichkeiten zur Entlastung des defizitären Haushaltes auf. In Sachen Straßenbeleuchtung jedoch stieß man auf wenig Erhellung. Denn: Die Stadt fährt ohnehin in Sachen Wartung und Instandhaltung ein Sparprogramm, lässt (durch die Stadtwerke) lediglich Defekte beseitigen. Eine kontinuierliche Wartung der Lampen, Schaltschränke, Verteilerkästen u.s.w. findet nicht statt – einsparen lässt sich hier also nichts.

Losgelassen hat das die Verwaltung dennoch nicht. Sie untersuchte, was eine Übertragung der gesamten öffentlichen Beleuchtung auf die Stadtwerke bringen würde. Ergebnis: Bei gleichem Kostenansatz könnte man dennoch „eine wesentlich verbesserte Ist-Situation“ erreichen, legte Jane Weber, Leiterin des Stadtentwicklungsamtes, jetzt dem Bauausschuss dar. Der zeigte sich beeindruckt von einem Vertragsentwurf, der jetzt auch in weiteren Ausschüssen beraten wird und am 21. Mai von der Stadtvertretung beschlossen werden soll.

Für zunächst zwei Probejahre bekämen dann die Stadtwerke sämtliche mit der Beleuchtung im Zusammenhang stehenden Aufgaben übertragen. Die Stadt bleibt aber, wegen der Förderfähigkeit, Eigentümer. Ziel ist es, die Straßenbeleuchtung sicher, bürgerfreundlich, preisgünstig, effizient und umweltverträglich zu gewährleisten, heißt es in der Präambel zum Vertragsentwurf. Instandhaltung (Reinigung, Austausch defekter Leuchtmittel und Kleinmittel), Erneuerung, Neubau, Rückbau, Änderungen – alles würde in die Hand der Stadtwerke gehen, Ein- und Ausschalten, 24-Stunden-Störungsbereitschaft inklusive und natürlich die Stromversorgung. Die Stadt vergütet den Stadtwerken die Leistungen, was ihr unter dem Strich nicht teurer komme. Jane Weber: „Vergleichen mit anderen Kommunen hält dieser Vertrag stand.“  

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