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Güstrower Anzeiger

26. September 2017 | 18:13 Uhr

SEgelflug Güstrow : Güstrow von oben erleben

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Segelflieger und Modellbauer stellten am Tag der offenen Tür au dem Flugplatz in Güstrow-Bockhorst ihr Hobby vor.

svz.de von
erstellt am 25.Jul.2016 | 05:00 Uhr

„Super, wunderbar, unbeschreiblich.“ Jürgen Seubert sucht nach Superlativen. Gerade hat der 63-Jährige als Passagier eines Segelflugzeugs eine Runde über dem Flugplatz in Bockhorst gedreht. „Ich konnte locker bis Rostock schauen, habe den Inselsee, die Eigenheime in Suckow und das Krankenhaus gesehen. Die Fotovoltaikanlage am Kreisel der Bredentiner Straße sah aus wie eine Landebahn für Flugzeuge“, beschreibt Seibert seine Eindrücke. Wenige Minuten später landet auch seine Frau Angelika, die mit Pilot Ingo Hagen in der Luft war. Auch sie schwärmt von dem Rundflug. Dabei war es nicht der erste Segelflug des Paares. „Das erste Mal in die Luft gegangen sind wir am ersten Tag der deutschen Einheit, am 3. Oktober 1991“, erinnert sich Seubert.


60 Jahre Segelfliegen in Güstrow


Auf dem Flugplatz herrschte am Sonnabend reger Betrieb. Zum Tag der offenen Tür konnten sich Besucher mit der Geschichte des Segelfliegens in Güstrow bekannt machen, Schauvorführungen der Feuerwehr verfolgen oder Flüge mit dem Segelflugzeug oder dem Motorsegler buchen. Axel Mühlenfeld, Vereinsvorsitzender vom Aero Club Güstrow, koordinierte als Flugleiter die Starts und Landungen seiner Piloten. „In diesem Jahr feiern wir 60 Jahre Segelfliegen in Güstrow“, sagt Sara Rühmling, Leiterin der Jugendgruppe im Verein. Sie hatte im vergangenen Jahr die Idee zum ersten Tag der offenen Tür gehabt. Weil der sehr erfolgreich verlief, gab es keine Diskussionen über eine Wiederholung in diesem Jahr.

Die 24-Jährige, die schon früh mit dem Segelflugsport in Berührung kam, hat vor allem den Nachwuchs im Blick. „Wenn man 14 Jahre alt ist, kann man sich bei uns zum Segelflieger ausbilden lassen. Das ist vergleichbar mit dem Führerschein: es gibt einen theoretischen und einen praktischen Ausbildungsteil und natürlich Prüfungen“, erläutert sie. Gegenwärtig hat der Verein fünf Flugschüler. Um Jugendliche für die „Faszination Fliegen“ zu begeistern, bot der Verein am Sonnabend Schnupper-Flüge an. „Denn wenn man einmal oben ist, ist man infiziert“, hofft Sara Rümling auf viele „Patienten“.

Mit beiden Beinen auf der Erde blieben dagegen die Mitglieder der zum Aero Club gehörenden Abteilung Modellflug. Sie hatten sich am Sonnabend am Rade des Flugplatzes einquartiert und ließen ihre Modelle in den Himmel steigen. „Das ist ein Hobby, bei dem man wunderbar abschalten kann“, schwärmt Ronald Reese aus Laage. Und Peter Erkaya, der den Modellsport schon seit über 40 Jahren betreibt, schwärmt von der Gemeinschaft, in der man diese schöne Freizeitbeschäftigung am besten betreiben sollte. Auch die Modellflieger suchen weitere Mitstreiter. „Wer Interesse hat, findet uns an jedem Sonntag ab 14 Uhr am Rande des Flugplatzes“, wirbt Erkaya.


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