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Kreistag : Güstrow, Uwe, SPD: Tausch im Kreistag „unter Genossen“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Neuer Mann im Kreistag ist Uwe Heinze (SPD). Der Wahlprüfungsausschuss habe ermittelt, dass das als „endgültig“ angegebene Wahlergebnis falsch ist, erklärte Vorsitzender Rudolf Kalina. Der Kreistag folgte seiner Empfehlung und korrigierte bei zwei Enthaltungen das „endgültige“ Ergebnis. Damit muss Uwe Burckhardt, wie Heinze Güstrower und ebenfalls SPD, seinen Stuhl im großen Gremium wieder räumen.

Die SVZ hatte am 30. Mai bereits Heinze zum Kreistagsmitglied erklärt, sich dabei auf das „vorläufige“ Ergebnis der Wahl berufend. Bei der Übertragung des Ergebnisses sei dann eine Zeile vertauscht worden, ein „reines Versehen“, betonte Kalina. Für Uwe Burckhardt sei die Situation bedauerlich, das „tut mir leid“, sagte Kalina. Neben Kalina (SPD) gehörten dem Wahlprüfungsausschuss Katy Hoffmeister und Lars Schwarz (beide CDU) sowie Thomas Jenjahn (Grüne) an.

Uwe Burckhardt hat nach Zustellung des neuen Kreistagsbeschlusses zwei Wochen Zeit zum Einspruch. Ob er davon Gebrauch machen wird? Dann hinge die Mandatsvergabe weiter in der Schwebe und müsste womöglich vor Gericht entschieden werden.

Die Tendenz zeige eher nach Verzicht auf Einspruch, machte Burckhardt gegenüber der SVZ deutlich: „Das Wahlergebnis ist ja da.“ Das könne er schlecht anfechten, und „unter Genossen“ tue man das wohl auch nicht… Indes: „Komisch“ findet Burckhardt schon, dass der Fehler in der „Wahlmannschaft“ nicht auffiel, dann aber „von außerhalb“ ein Einspruch gegen das Ergebnis komme. Burkhardt: „Auf Nachfragen habe ich auch keine richtige Antwort bekommen, sondern es hieß nur: Das endgültige Ergebnis ist richtig.“

In der Einspruchsfrist wolle er sich vielleicht „noch mal beraten“ lassen. Denn jetzt, nachdem das Wahlergebnis noch einmal offiziell überprüft wurde, sei das Ergebnis für ihn „sicher ärgerlich“. Aber: „Es gibt Wichtigeres. Und man ist ja noch dabei.“ Auch ohne Sitz im Kreistag werde er in „seinen“ Ausschüssen (Soziales, Jobcenter-Beirat) weiter mitarbeiten, dann eben als berufener Bürger. Und Uwe Heinze könne dies ebenfalls, nur halt als „richtiges“ Kreistagsmitglied.

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