Buchgeschäft : Güstrow – Ungarn und zurück

Christiane Jürn ist weitgereist führt seit dem Jahr 2011 das Büchergeschäft im Foyer des KMG-Klinikums Güstrow

svz.de von
04. März 2014, 06:00 Uhr

Zwischen Büchern, Lederbildern und Karten fühlt sich Christiane Jürn wohl. Seit 2011 führt die 58-Jährige das Buchgeschäft im Foyer des KMG-Klinikums Güstrow und bietet Krimis, Romane, aber auch gut verständliche Sachbücher an. „Die Arbeit hier macht mir sehr viel Freude“, sagt die gebürtige Güstrowerin. Der Start in die Selbstständigkeit war nicht leicht für die ausgebildete Diplom-Ingenieurin für Kunststofftechnik. Schließlich lebte sie viele Jahre in Ungarn. Dorthin hatte es sie nach ihrem Studium in Chemnitz verschlagen.

Zuerst hatte Christiane Jürn in einem großen Kombinat als Ingenieurin in der Fertigung gearbeitet und war später in Mittelungarn in der Qualitätssicherung und dem Verkauf in einer Firma tätig. „Dort habe ich häufig Übersetzungen übernommen“, erzählt sie. Als die zweifache Mutter 1995 wieder in ihre Heimatstadt Güstrow zurückkam, war alles anders. „Es war schwer, wieder eine Arbeit zu finden“, sagt Christiane Jürn. Endlich hatte sie eine Arbeit in Wismar gefunden und arbeitete im Export. Die Strecke nahm sie gern auf sich, denn die Arbeit gefiel ihr. Dann aber wurde sie dort nicht mehr gebraucht und stand wieder vor der Arbeitslosigkeit.

Nur zu Hause zu sitzen, das kam für Christiane Jürn nicht in Frage. Deshalb gründete sie das Außenhandelsunternehmen „Urania Trade“, bei dem sie als Mittler zwischen Firmen agieren wollte. „Das hat leider nicht so geklappt“, sagt sie. Doch dann las sie vom Verkauf des Geschäftes im Foyer des KMG-Klinikums und übernahm es. Urlaub kommt für die 58-Jährige seitdem nicht mehr in Frage und sie greift nur im Notfall auf eine Aushilfe zurück. „Das alles nehme ich in Kauf, denn ich bin hier glücklich“, so ihr Argument.

Bücher bilden natürlich die Grundlage für das Geschäft, doch es gibt noch mehr. Das Angebot an Zeitungen hat die Unternehmerin ausgedehnt, sie verkauft zudem Taschen, Schals und sogar Bilder aus Leder. „In Ungarn habe ich den Hersteller dieser Bilder kennen gelernt“, erklärt sie.

Täglich ist von 10 bis 17 Uhr geöffnet, anschließend ist Christiane Jürn noch zusätzlich in der Krankenhausbibliothek zu finden, die sie eine Stunde täglich öffnet. Lesen begeisterte Christiane Jürn schon immer. Inzwischen verkauft sie auch Hörbücher und CDs, weil dieses Angebot auch angenommen wird. Und auch weiterhin möchte sie offen bleiben, was das Angebot betrifft und genau dies in ihrem Geschäft präsentieren.



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