zur Navigation springen

Flüchtlinge in MV : Güstrow: Steine gegen Flüchtlingsheim geworfen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

De Maizière: „Wir müssen aufpassen, dass Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus nicht in die Mitte unserer Gesellschaft kriechen.“

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat die Zunahme rechter Gewalt als „erschreckend“ und „Schande für Deutschland“ bezeichnet. Nicht nur die Sicherheitsbehörden, die gesamte Gesellschaft müsse sich dagegen zur Wehr setzen, sagte er dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. „Wir müssen aufpassen, dass Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus nicht in die Mitte unserer Gesellschaft kriechen.“ Die Behörden beobachteten derzeit sehr aufmerksam, „ob sich überregional vernetzte Strukturen bilden und welche Tatmuster und Tätercharakteristika sich herausbilden“.

Das Bundeskriminalamt (BKA) ist seit längerem besorgt über die rechte Gewalt, die auch in Folge des Flüchtlingszustroms stark zugenommen hat. Bis zum 7. Dezember gab es den Angaben zufolge 817 Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte, mehr als viermal so viele wie 2014. Für mindestens 733 Attacken seien rechtsmotivierte Täter verantwortlich.

Auch am Wochenende gab es wieder Übergriffe auf Flüchtlingsheime. In Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern bewarfen Jugendliche am Samstag eine Unterkunft mit Steinen, dabei gingen zwei Scheiben zu Bruch. Im thüringischen Roßleben attackierten Unbekannte in der Nacht zum Sonntag ein von Asylbewerbern bewohntes Haus mit Feuerwerkskörpern.

Insgesamt registrierte die Behörde laut „Spiegel“ allein im Oktober 1717 sogenannte politisch motivierte Straftaten von rechts, im September seien es 1484 gewesen.

Alles rund um die aktuelle Flüchtlingsdebatte lesen Sie in unserem Dossier.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen