Sanierungsfortschritt in Altstadt : Güstrow putzt sich weiter heraus

Mühlenstraße: Nr. 46 Neubau, Nr. 47 Verkaufsverhandlungen, Nr. 48 (Derz’sches Haus) saniert.
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Mühlenstraße: Nr. 46 Neubau, Nr. 47 Verkaufsverhandlungen, Nr. 48 (Derz’sches Haus) saniert.

Die Sanierung der nordöstlichen Altstadt in Güstrow schreitet dank eines speziellen Förderprogramms gut voran.

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12. März 2016, 05:00 Uhr

Der nordöstliche Rand der Güstrower Altstadt mausert sich weiter. Rund 6,2 Millionen Euro Fördermittel flossen dank des 2009 aufgelegten Bundesprojektes „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ in das Güstrower Fördergebiet „Nordöstliche Altstadt“. Diese Unterstützung für Privateigentümer und die Stadt beschleunigte die Sanierung enorm. In der Bilanz, die Bürgermeister Arne Schuldt dem Hauptausschuss in der nächsten Woche vorlegt, ragt die Sanierung der Mühlenstraße heraus. Damit konnten die Erschließungsarbeiten in dem Bereich abgeschlossen werden.

Offen bleibt lediglich der 2. Bauabschnitt der Straße Am Berge, der nördlich an das Fördergebiet angrenzt und bis zur Bleicherstraße führt. Dieser Abschnitt könne erst in Angriff genommen werden, wenn geklärt ist, ob die Bundesstraße 104 verlagert und damit verbunden die Bleicherstraße saniert wird.

Von den 57 Gebäuden in dem Gebiet zwischen Bau- und Hollstraße, der Mühlenstraße ab Höhe Derz’sches Haus sowie Langer Straße/Am Berge (etwa 2,5 Hektar) waren 2008 mehr als 60 Prozent sanierungsbedürftig und teilweise vom Verfall bedroht. 22 von anfangs 35 sanierungsbedürftigen Gebäuden sind inzwischen instand gesetzt und modernisiert. Als nächstes ist mit dem Abschluss der Sanierung Lange Straße 12 und der Vollendung des Neubaus Mühlenstraße 46 zu rechnen. Das Haus nahe dem Derz’schen Hof hat in Anlehnung an den Vorgängerbau wieder eine Fachwerkfassade erhalten.

Aufmerksam macht der Bürgermeister in seiner Bilanz auf die Probleme mit Hausschwamm am Gebäude Mühlenstraße 23/Am Berge 1 zum Nachbargebäude Am Berge 2. Diese wurden gelöst, so dass die Sanierung abgeschlossen werden konnte. Weiter informiert der Bürgermeister, dass das Objekt Am Berge 2 verkauft ist. Für die Mühlenstraße 46 laufen Verkaufsverhandlungen.


Sanierungsstart Mühlenstraße 45 und 46


Los geht es in diesem Frühjahr mit der Sanierung der Gebäude Lange Straße 45 und 46. „Mit der 45 werden wir im April beginnen“, informiert Bauherr Ulrich Bunnemann von der Schelfbauhütte. Für das Haus Nr. 46 steckte er gestern den Bauantrag in den Briefkasten. Hier hatte es bei vorbereitenden Untersuchungen eine Überraschung gegeben. In der Südwand des Vorderhauses versteckte sich eine ältere Außenwand in Ständergeschossbauweise (SVZ berichtete). Eichenbalken datiert ein dendrologisches Gutachten auf 1534/1535. Das Haus stand auf keiner Denkmalliste. Das hätte manchen Bauherren gefallen, nicht aber Ulrich Bunnemann. „Mit Unterstützung des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege steht das Gebäude nun unter Denkmalschutz“, berichtet er.

Für weitere Sanierungen im Gebiet „Nördliche Altstadt“ wird ein Bedarf an Fördermitteln in Höhe von 900 000 Euro veranschlagt.

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