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Bibliothek des Jahres : Güstrow punktet mit Wlan und Blog

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Uwe-Johnson-Bibliothek Güstrow wurde heute als Bibliothek des Jahres in MV ausgezeichnet.

von
erstellt am 27.Okt.2017 | 20:45 Uhr

Die Uwe-Johnson-Bibliothek der Barlachstadt ist Bibliothek des Jahres 2017 in MV. Der Landesverband MV im Deutschen Bibliotheksverband (DBV) hebt in der Begründung die zukunftsweisende Ausrichtung der Bibliothek hervor. Zum zweiten Mal nach 2005 wird der Johnsonbibliothek damit die Ehre zuteil. „Das erreicht man nicht in Einzelarbeit, sondern nur im Team“, betonte der verantwortliche Bibliothekar Dr. Tilmann Wesolowski bei der gestrigen Preisverleihung. 98 öffentliche und sechs wissenschaftliche Bibliotheken gehören zum Landesverband, die Güstrower Bibliothek ragt in diesem Jahr heraus.

Preisverleihung an die Uwe-Johnson-Bibliothek: Silvio Witt, Landesverband MV, Bürgermeister Arne Schuldt, VR-Vorstand Dieter Heidenreich und der verantwortliche Bibliothekar Tilmann Weseolowski (v.l.).
Preisverleihung an die Uwe-Johnson-Bibliothek: Silvio Witt, Landesverband MV, Bürgermeister Arne Schuldt, VR-Vorstand Dieter Heidenreich und der verantwortliche Bibliothekar Tilmann Weseolowski (v.l.). Foto: Regina Mai
 

Digitalisierung der historischen Bestände

Silvio Witt, Vorsitzender des Landesverbandes MV im BDV, wollte sich gestern so viel Pathos erlauben und die Bibliotheken als „Gedächtnis der Demokratie, vielleicht auch als Gehirn der Gesellschaft“ bezeichnen. Entgegen aller Studien und Prognosen hätten sie heute wie gestern ihren Platz in der Gesellschaft. Dabei sei es in der Uwe-Johnson-Bibliothek Güstrow besonders beispielhaft gelungen das Alte mit dem Neuen zu verbinden – Stichwort Digitalisierung. Hier ist an erste Stelle die Digitalisierung der Historischen Bibliothek in Zusammenarbeit mit der Unibibliothek Rostock zu nennen. Die Titel der Historischen Bibliothek werden in die Datenbank der Digitalen Bibliothek MV und Deutschen Digitalen Bibliothek eingepflegt. Damit sind sie national wie auch weltweit recherchierbar. Als weitere Gründe für die Auszeichnung werden u.a. ein Bibliotheksblog genannt. Ein Makerspace mit einem 3D-Drucker zeige die moderne Ausrichtung der Bibliothekspädagogik, in der „digitale und physische Medienkompetenz vermittelt werden“. WLAN sei ebenso selbstverständlich wie die Teilnahme an landes- und bundesweiten Aktionen wie Ferienleselust MV, die Onleihe MV und Aktion Lesestart. „Man muss heutzutage schon am großen Rad drehen, um auf sich aufmerksam zu machen. Das gelingt in dieser Bibliothek“, hobt der Landesverbandsvorsitzende hervor und fügte hinzu, dass das Votum für Güstrow eindeutig ausgefallen sei.

„Ich bin nur der Kapitän einer tollen Mannschaft“

Güstrows Bürgermeister Arne Schuldt sprach von „einer sehr schönen Nachricht“, hob die Arbeit von Wesolowski hervor und erinnerte auch seine Vorgängerin Sabine Moritz. Beide hätten die Bibliothek in die neue Zeit gebracht. Schuldt erinnerte daran, dass die Stadt die einstige Kreisbibliothek Anfang der 1990er-Jahre übernommen hatte, dass es auch mal Gedanken an eine Ausgliederung als GmbH gab, man diese aber verworfen hatte. Es sein zu lassen, sei „eine gute Entscheidung gewesen“. Funktionieren könne es aber nur, wenn die Stadt die Bibliothek finanziell entsprechend ausstattet. Das geschehe.

„Ich bin nur der Kapitän einer tollen Mannschaft und einer ebenso tollen Nutzergemeinschaft“, hob Wesolowski bei der Preisverleihung hervor. „Wir können nur sagen kommt her und gestaltet mit. Dass sie es auch machen, ist ganz wunderbar“, fügte er hinzu. „Es ist Tilmann Wesolowski zu verdanken“, betonte Sabine Moritz – heute Stadtvertreterin. Ihm sei der Generationswechsel gelungen. „Auch vor zwölf Jahren erhielten wir die Auszeichnung für unsere Art des Kontaktes zu den Menschen, zum Beispiel über viele Veranstaltungen“, berichtet Moritz. Heute sei es die Kommunikation auf einer anderen Ebene – modern, digital.

Der Wettbewerb wird von den Volksbanken und Raiffeisenbanken in MV unterstützt. Und so brachte Dieter Heidenreich, Vorstand der VR-Bank, gestern einen symbolischen Scheck über 4000 Euro mit.

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