Flüchtlinge in MV : Güstrow lehnt große Asylunterkunft ab

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Ein privater Investor will die bisher größte Flüchtlingsunterkunft des Landes zwischen Güstrow und Strenz bauen. Die Stadt sagt nein. Doch der Landkreis entscheidet.

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07. November 2015, 08:00 Uhr

2400 Asylbewerber auf dem Gelände einer Recyclingfirma zwischen Güstrow und Strenz? Solch eine Bauvoranfrage hatte vor kurzem ein privater Investor beim Landkreis Rostock eingereicht (SVZ berichtete). Noch läuft die Bearbeitung, aber jetzt hat die Barlachstadt Güstrow offiziell Stellung zu dem Vorhaben genommen. Und diese Stellungnahme ist eindeutig ablehnend.

Wenn die Pläne des privaten Investors wahr werden würden, könnte in Güstrow die bisher größte Flüchtlingsunterkunft in Mecklenburg-Vorpommern entstehen. Die Bauvoranfrage befindet sich aktuell im Bauamt des Landkreises in der abschließenden Bearbeitung, hieß es gestern auf Nachfrage unserer Zeitung aus der Kreisverwaltung. Nach Abschluss des Prüfverfahrens werde der Antragsteller in Form eines Bescheides über die Entscheidung informiert.

Letztendlich hat also der Landkreis zu entscheiden, doch die Stadt Güstrow hat dieser Bauvoranfrage nicht zugestimmt. „Für eine dauerhafte Unterbringung von Flüchtlingen halten wird den Standort für ungeeignet“, sagt Bürgermeister Arne Schuldt. Das Gelände läge im Außenbereich und sei laut Flächennutzungsplan für die Landwirtschaft vorgesehen. Schon die jetzige Nutzung als Recyclinghof sei illegal, so Schuldt. Doch auch das läge in der Entscheidung des Landkreises. „Das Gelände ist für die Unterbringung von Menschen zudem nicht erschlossen. Es gibt keine Schmutzwassererschließung“, unterstreicht er.

Auf dem Gelände an der Schwaaner Straße betreibt die in Hamburg ansässige Anthesuro GmbH ein Recyclingunternehmen.

Alles rund um die aktuelle Flüchtlingsdebatte lesen Sie in unserem Dossier.

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