Fest : „Güstrow kocht auf“ serviert den letzten Gang

Am Markt wird mächtig Trubel herrschen.
Am Markt wird mächtig Trubel herrschen.

Aufwand zu hoch, zu teuer: Gourmet-Spektakel findet nach 20 Jahren sein Ende

23-11367760_23-66109652_1416395934.JPG von
19. August 2015, 06:00 Uhr

Seinen zweiten runden Geburtstag feiert „Güstrow kocht auf“: Vor 20 Jahren war Premiere für das Gourmet-Spektakel auf dem Güstrower Markt, zum 20. Mal geht es am kommenden Wochenende über das Pflaster vor dem Rathaus. „Wir haben wieder ein tolles Programm aufgestellt“, ist Axel Wulf vom veranstaltenden Förderverein regionale Gastronomie überzeugt.

Einige Stichpunkte: Sonnabend, den 22. August, eröffnet das Duo Ossenkopp auf der Bühne am Rathaus musikalisch das große Schmausen. Weitere Bühnengäste sind am Sonnabend der Chor „Güstrower Mädels“, Maja Catrin Fritsche oder auch die Ford-Bigband aus Köln. Hinter letzterer, die auch den Sonntag eröffnet, stecken auch Güstrower, die einst an den Rhein „auswanderten“ und in den Ford-Werken arbeiten, berichtet Wulf. Traditionell endet der erste Tag des Festes mit Musik bei Kerzenschein, aufgelegt von DJ Mario, angekündigt bis Mitternacht.

Nach „Marios Kochstudio“, das mit seinen Gästen schon am Sonnabendnachmittag für Stimmung auf dem Markt sorgt, stimmt das Blasorchester der Güstrower Feuerwehr auf den Ausklang des Festes ein. Das wird am Sonntag gegen 15.30 Uhr mit der Übergabe des „Koch-Oskars“, des SVZ-Leserpreises, seinen letzten offiziellen Akt auf der Bühne erleben.

Spätestens dann wird an diesem Wochenende für viele Gäste und auch den einen und anderen Veranstalter Wehmut mitschwingen. Denn „Güstrow kocht auf“ lädt 2015 zu seinem letzten Menügang ein. Axel Wulf: „Wir vom Förderverein freuen uns, dass es uns mit Hilfe vieler Sponsoren 20 Jahre lang gelungen ist, solch ein Event zu organisieren. Es wird aber zum letzten Mal sein.“ Wulf erinnert daran, dass dieses Veranstaltungsformat ursprünglich von den Initiatoren auf zehn Auflagen angelegt gewesen sei. „Wir haben es dann fünf Jahre verlängert und dann, nachdem es einmal ausfiel, noch einmal. Nicht erst heute müssen wir feststellen, dass dieses Event für die beteiligten Unternehmen einfach zu viele Kräfte und Mittel bindet.“ Kaum ein Gastronomiebetrieb arbeite heute in den gleichen Strukturen wie in den 1990er-Jahren. Anders als etwa vor 20 Jahren herrsche heute ein Arbeitskräftemangel, der Mindestlohn verschärfe die Situation noch. Die logistischen Herausforderungen an ein solches Unternehmen wären so aber nicht mehr zu bewältigen, sagt Axel Wulf. Der Förderverein wolle über eine Alternative nachdenken, dann aber in anderer Form.
 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen