Klinikum : Güstrow in Herzmedizin ganz weit vorne

Hochtechnologie im neuen Kardiologisch-Rhythmologischen Zentrum des Güstrower KMG-Klinikums: Die Chefärzte Prof. Dr. Dietmar Bänsch (l.) und Prof. Dr. Rolf Kaiser freuen sich über eines der modernsten Zentren dieser Art in Deutschland.
Hochtechnologie im neuen Kardiologisch-Rhythmologischen Zentrum des Güstrower KMG-Klinikums: Die Chefärzte Prof. Dr. Dietmar Bänsch (l.) und Prof. Dr. Rolf Kaiser freuen sich über eines der modernsten Zentren dieser Art in Deutschland.

Neues Kardiologisch-Rhythmologisches Zentrum am Güstrower Klinikum hat eröffnet. KMG-Konzern investiert fünf Millionen Euro in den Standort.

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07. März 2018, 21:00 Uhr

Das Güstrower KMG-Klinikum hat seine Herzmedizin massiv ausgebaut. Dafür wurden insgesamt fünf Millionen Euro in ein neues Kardiologisch-Rhythmologisches Zentrum am Standort Güstrow investiert. Nach nahezu zweijähriger Umbauzeit wurde das hochmoderne Zentrum gestern offiziell eröffnet. „Das ist ein Quantensprung für Güstrow“, sagte Chefarzt Prof. Dr. Rolf Kaiser bei der Einweihung. Kaiser, der auch Ärztlicher Direktor des KMG-Klinikums ist, leitet das neue Zentrum gemeinsam mit Chefarzt Prof. Dr. Dietmar Bänsch.

„Früher mussten wir Patienten mit komplexen Herz-Rhythmus-Störungen nach Berlin, Hamburg oder Leipzig verlegen. Jetzt können wir diese Patienten hier umfassend versorgen. Und sogar andere Kliniken schicken ihre Patienten zu uns“, erläutert Kaiser. „Wir können alles machen außer Herzchirurgie.“ Auch Bänsch ist begeistert. „Vor zehn Jahren hat es diese Behandlung in Mecklenburg-Vorpommern noch gar nicht gegeben. Heute ist MV hier sehr weit vorne. Kardiologisch-rhythmolgisch ist unser Land top versorgt. Und das KMG-Klinikum Güstrow leistet dazu einen substanziellen Beitrag“, sagt er. „Wir haben in der Barlachstadt jetzt eines der modernsten Labore in Deutschland.“

Insgesamt sind drei neue Katheterlabore – zwei elektrophysiologische Labore sowie ein Herzkatheterlabor – neu eingerichtet worden. Diese Labore würden auch international jedem Vergleich standhalten, ist Chefarzt Bänsch überzeugt. Hochauflösende Bilder für sichere Prozeduren und minimalste Strahlenbelastung für Patienten und Mitarbeiter seien nur einige Vorteile dieser neuen Medizintechnik. Zudem wurde die Intensivstation umgebaut und eine so genannte Intermediate-Care-Station als Überwachungsstation zwischen Intensivversorgung und Unterbringung auf einer regulären Station eingerichtet. Die Zahl der Betten wurde auf mehr als 30 erweitert. Der Umbau zum Kardiologisch-Rhythmologischen Zentrum erfolgte während des laufenden Betriebs. „Wir können die Versorgung der Herzpatienten ja nicht einfach einstellen“, sagt Bänsch. Dennoch sei die Arbeit während des zweijährigen Um- und Ausbauprozesses nicht immer einfach gewesen, ergänzt Rolf Kaiser.

Auch Thomas Bürger, Geschäftsführer des Güstrower KMG-Klinikums, ist stolz auf das Erreichte. „Unsere Labore sind jetzt mit dem Besten an derzeit verfügbarer Medizintechnik ausgestattet. Gleichzeitig bin ich stolz auf unsere hochqualifizierten Teams, die mit dieser Hightech-Medizin umzugehen wissen und sie optimal für unsere Herzpatieten einsetzen“, so Bürger gestern.

Die gestrige Eröffnung des Kardiologisch-Rhythmologischen Zentrums war nicht für die Öffentlichkeit gedacht. Die Chefärzte Kaiser und Bänsch kündigten jedoch bereits einen Tag der offenen Tür an, an dem die Bevölkerung das Zentrum besichtigen kann.

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