Güstrow genüsslich : Güstrow – immer auch ein Genuss

Enrica Korsinski bot ihre leckeren Konditorwaren an.
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Enrica Korsinski bot ihre leckeren Konditorwaren an.

Erster österlicher Genussmarkt mit guter Resonanz, guter Werbung und guten Verkäufen.

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10. April 2017, 05:00 Uhr

Das Experiment „Österlicher Genussmarkt“ scheint gelungen. Nach Märkten ohne das Vorwort „österlich“ in den vergangenen zwei Novembermonaten gleichen Charakters in der Städtischen Galerie Wollhalle ließen am Sonnabend 660 Besucher die Gelegenheit nicht verstreichen. „Das ist nicht ganz so viel wie im November 2016, aber für das erste Mal zu diesem Datum ist das okay“, findet Jessica Bleick. Die 27-Jährige, die seit einem Jahr bei der Güstrower Tourismus-Information arbeitet, hatte wie im November schon den Hut für dieses Projekt auf.

Neun unterschiedliche Erzeuger aus der Region, dazu ein „Streetfoodwagen“ und eine „Pastamanufaktur“ im Außenbereich präsentierten sich mit den vielfältigsten Produkten. Ganz angetan war Gesine Richter von Enrica Korsinskis Konditorkunst. „Eine Entdeckung!“, schwärmte die Gülzowerin. Die Groß Tessinerin muss ihre Chance, sich bekannt zu machen, im kühleren Halbjahr nutzen. „Bei Wärme kann ich mit den Torten nicht draußen stehen“, erläutert die freischaffende Konditorin, die nur auf Bestellung arbeitet. Besonders in der Kaffeezeit am Sonnabend hatte sie und ihre Familie alle Hände voll zu tun.

Bei Ingo Sander ging’s weniger süß zu. Manuela Rünger aus Mühl Rosin probierte und stellte fest: „Das Sesamöl des Rühners ist milder, nicht so geschmacksintensiv wie Leinöl.“ Für den Salat kaufte sie ein Fläschchen, dazu Nachtkerzenöl für die Hände. Sander, der neben seiner Ölmühle auch „ländlich fein“ präsentiert, findet die Genussmärkte „eine gute Sache“. „Miteinander kommunizieren ist gerade für uns kleine Betriebe wichtig, um Absatzmärkte zu erschließen. Und ich verkaufe auch gut hier.“ Wilfried Behnke aus Rosenow, der mit Ehefrau Monika ihr Kunsthandwerk im Katalog, in der Wollhalle aber Liköre, Brot und Marmeladen anbietet, unterstreicht das: „Es muss sich schon rechnen.“ Als kleiner Außenseiter mag manchem Andreas Gurack mit seinen verschiedenen Wollerzeugnissen erscheinen. Der Penziner hat eine einleuchtende Entgegnung: „Wir sind doch hier in einer Wollhalle…“

Während die Behnkes die Anzahl der Stände so gerade richtig finden, könnten ein paar (kaufende) Besucher schon noch kommen. „Dieser Termin muss vielleicht auch erst noch bekannter werden“, denkt Jessica Bleick und möchte auf jeden Fall Fortsetzungen eines Genussmarktes vor Ostern folgen lassen.

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