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Leitbild für Güstrow : Güstrow – eine lebenswerte Stadt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Stadtvertretung beschloss Leitbild: wohnen und arbeiten, lernen, Kultur und Tourismus, Mobilität und Mitsprache

von
erstellt am 21.Feb.2015 | 05:00 Uhr

Die Barlachstadt Güstrow hat jetzt ein Leitbild. Es formuliert sechs Handlungsansätze: das mittelalterliche Güstrow an der Nebel, Güstrow als Wohn- und Arbeitsstandort, als lebenslager Lern- und Lehrstandort, als Kultur-, Sport- und Tourismusstadt, als mobile Stadt und als Stadt für Mitbestimmung und Mitsprache ihrer Bürger. Die Stadtvertreter segneten es mehrheitlich und relativ wortlos auf ihrer jüngsten Sitzung ab. Erledigt!

Lediglich Gerhard Jacob (Freie Wähler) erklärte seine Ablehnung. Er sprach von einem „ermüdendem Good-will-Papier“, wollte nicht erkennen können, was die Barlachstadt denn nun und künftig ausmache. „Was ist das Markenzeichen?“, fragte Jacob. Er sehe in dem Konzept nur Beliebigkeit. Der Name der Stadt sei austauschbar. Jede Menge Allgemeinplätze würden sich in den Handlungsansätzen tummeln.

Beim Durchblättern trifft man auf solche Sätze wie: „Verknüpfung von Grün- und Freiflächen mit dem Natur- und Landschaftsraum sowie behutsame Integration von touristischen und Erholungsbelangen in den Natur- und Landschaftsraum“ oder „Erhöhung der Anzahl um- oder ausgebauter bildungsbezogener Infrastruktureinrichtungen“ oder „Erhaltung und Schaffung wohnungsnaher Grün- und Freiflächen unter Berücksichtigung des demografischen Wandels“.

Sebastian Berg (CDU) – im Sommer 2013 Ideengeber für ein Leitbild – hatte sich dieses zwar etwas anders vorgestellt, ist jetzt „aber dennoch froh, dass es nun fertig ist“. Konkretisieren könne man vielleicht später, so Berg. Viel Arbeit hätte die Abteilung Tourismus und Marketing der Stadt investiert.

Viel Häme hatte Berg im Sommer 2013 für seinen Vorstoß für ein Leitbild geerntet. Er wollte einen Markenkern, also Alleinstellungsmerkmale für die Stadt definieren. Eine Arbeitsgruppe mit dem Ideengeber an der Spitze wurde im Herbst 2013 gegründet. Man habe auch getagt. Das Interesse, so schätzte Berg ein, sei allerdings eher verhalten gewesen. Aus einer Beteiligung von Vereinen und Verbänden, einer breiten Diskussion mit Bürgern wurde nun nichts mehr.

Vielmehr rückte der Europäische Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), ins Blickfeld der Stadt. Um an Fördermittel aus diesem Fonds zu kommen, musste ganz schnell das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) fortgeschrieben und den EFRE-Förderkriterien angepasst werden (SVZ berichtete) und ein Leitbild entwickelt werden. So kam nun eines zum anderen.

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