Gemeinschaftsunterkunft : Güstrow bekommt zwei neue Flüchtlingsheime

Im ehemaligen Sitz der Güstrower Stadtwerke an der Glasewitzer Chaussee entsteht eine Gemeinschaftsunterkunft für mehr als 200 Flüchtlinge.
Im ehemaligen Sitz der Güstrower Stadtwerke an der Glasewitzer Chaussee entsteht eine Gemeinschaftsunterkunft für mehr als 200 Flüchtlinge.

Landkreis eröffnet zentrale Gemeinschaftsunterkünfte in Hamburger Straße und Glasewitzer Chaussee

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04. August 2016, 05:00 Uhr

Trotz rückläufiger Flüchtlingszahlen eröffnet der Landkreis Rostock nächste Woche eine neue Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in der ehemaligen Berufsschule in der Hamburger Straße in Güstrow. Für Oktober ist zudem die Eröffnung einer weiteren Gemeinschaftsunterkunft im ehemaligen Hauptgebäude der Stadtwerke Güstrow in der Glasewitzer Chaussee vorgesehen. Hier sollen bis zu 206 Flüchtlinge unterkommen. Damit entsteht die bisher größte Flüchtlingsunterkunft in der Barlachstadt.

Bisher gibt es in Güstrow zwei Gemeinschaftsunterkünfte im Waldweg und in der Demmlerstraße, in denen zusammen zurzeit rund 180 Flüchtlinge untergebracht sind. In Bad Doberan betreibt der Landkreis drei sowie in Jördenstorf eine weitere Gemeinschaftsunterkunft. Das neue Flüchtlingsheim in der Hamburger Straße in Güstrow hat eine Kapazität von 76 Plätzen. Hier ist bereits die Bauabnahme erfolgt, informiert Kreissprecher Michael Fengler. Bis zur Eröffnung am 10. August sollen noch kleinere Mängel beseitigt werden.

Landkreis will auf alles vorbereitet sein

Obwohl die große Flüchtlingswelle vorerst abgeebbt ist, will sich der Landkreis mit der Eröffnung der beiden neuen Gemeinschaftsunterkünfte weiter auf alle Eventualitäten vorbereiten. „Wir planen vorsichtig und vorausschauend weiter“, so Fengler. Es gebe aktuell von Seiten des Landes keine Prognosen zur Entwicklung der Flüchtlingszahlen – weder nach oben noch nach unten. Zudem seien dem Landkreis im ersten Halbjahr bereits 733 Flüchtlinge vom Land zugewiesen worden. „Die müssen untergebracht werden“, begründet der Kreissprecher die Eröffnung weiterer zentraler Unterkünfte. 92 Prozent der in diesem Jahr zugewiesenen Menschen seien Syrer. Die Anerkennungsqoute liege bei ihnen bei 98 Prozent. Unterdessen reduziert der Landkreis seinen dezentralen Wohnungsbestand für Asylbewerber in kleinen Gemeinden und Städten zu Gunsten von Gemeinschaftsunterkünften.

Für das neue, große Asylbewerberheim in der Glasewitzer Chaussee in Güstrow läuft gerade noch die Ausschreibung für den Betrieb und die Bewachung. Im Oktober soll die Unterkunft dann bezogen werden.

Vergangenes Jahr wurden dem Landkreis Rostock 3011 Flüchtlinge zur Aufnahme und Betreuung zugewiesen, knapp 2000 davon aus dem Bürgerkriegsland Syrien. In 41 Städten und Gemeinden des Landkreises leben derzeit Flüchtlinge. Für deren Betreuung hat die Kreisverwaltung den Fachdienst für Integration und Unterbringung neu gegründet, der sich zusammen mit der Ausländerbehörde um die vor Not und Krieg Geflohenen kümmert.

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