zur Navigation springen

Stadtvertretung : Güstrow als staatlich anerkannter Erholungsort? Verwaltung prüft

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

„Die Zeit ist reif, sich der Herausforderung zu stellen, und für die Barlachstadt Güstrow den Status als staatlicher anerkannter Erholungsort zu beantragen“, ist Stadtvertreter Hans-Georg Kleinschmidt (SPD) überzeugt. Doch das sahen die Stadtvertreter auf ihrer jüngsten Sitzung anders. Sie lehnten einen entsprechenden Antrag Kleinschmidts ab und wandelten ihn um. Zunächst solle die Stadtverwaltung sachlich prüfen, ob Güstrow die hohen Anforderungen eines staatlich anerkannten Erholungsortes überhaupt erfüllen könne.

Bereits im Jahr 1999 hatte die SPD-Stadtfraktion einen gleichen Antrag gestellt. Das zuständige Ministerium lehnte 2004 das Ansinnen ab. Doch mittlerweile habe die Stadt durch zahlreiche Maßnahmen das Angebot aus städtebaulicher Sicht, der Verbesserung der Infrastruktur, der Neugestaltung der
Freiflächen unter Einbeziehung des Bereiches des Güstrower Inselsees wesentlich verbessert, so Kleinschmidt. „Zahlreiche Projekte erhöhen die Attraktivität, verbessern die Verweildauer der Besucher und tragen wesentlich zu einem Erholungsaspekt in unserer Stadt bei. Die Werbung mit dem Begriff ,staatlich anerkannter Erholungsort’ wäre ein zusätzliches Marketingsegment für die verschiedensten Leistungsträger vor Ort“, begründet er seinen Antrag. Für Kleinschmidt ausreichende Kriterien, um jetzt einen erneuten Vorstoß zu wagen.

Torsten Renz (CDU) bezweifelte, dass die Idee umsetzbar sei. Güstrow weise für einen Erholungsort nicht die notwendigen Übernachtungszahlen auf. Das unterstrich Andreas Brunotte, stellvertretender Bürgermeister: „Die Kriterien werden von der Stadt nicht erfüllt. Für einen staatlich anerkannten Erholungsort werden 210 000 Übernachtungen pro Jahr gefordert. 2013 hatte Güstrow 141 000 Übernachtungen – zu wenig.“ Kleinschmidt konterte, dass für ihn Erholung nicht nur von Übernachtungszahlen abhänge.

zur Startseite

von
erstellt am 02.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen