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Güstrower Anzeiger

25. September 2017 | 11:59 Uhr

Utkiek : Grünes Licht für neuen Utkiek

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Die Stadtvertretung nimmt die großzügige Spende an – so könnte der neue Stahlturm 2018/19 gebaut werden.

von
erstellt am 11.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Der Utkiek in den Heidbergen – längst verschwunden – ist den Güstrowern noch immer ein Begriff und das darf auch so bleiben. Nein, nicht ganz: Es kommt noch besser. Die Stadt wird auf der Schabernack-Anhöhe einen Stahlturm errichten. 2018/19 könnte das geschehen. Die Güstrower Stadtvertreter stimmten dem Vorhaben Donnerstagabend zu. Aus Stahl soll er gebaut werden, dauerhaft und langlebig den Güstrowern und ihren Gästen einen Blick über den Inselsee auf die Stadt ermöglichen.

Dabei war das Thema auf einem „Umweg“ in die Stadtvertretung gelangt. Beschließen sollten die Stadtvertreter über die Annahme einer Spende über 17 000 Euro vom Güstrower Mercedes-Autohaus Brinkmann. Die Kommunalverfassung schreibt dies vor. In diesem Fall ist die Spende an ein Projekt von rund 280 000 Euro geknüpft. „Von hinten durch die Brust ins Auge“, formulierte Stadtvertreter Sascha Zimmermann (FDP). Unnötig unter Druck gesetzt sah Torsten Renz (CDU) die Stadtvertretung. Eine so großzügigen Spende abzulehnen, würde der Stadtvertretung schlecht zu Gesicht stehen. Als einziger Stadtvertreter lehnte Gerd-Peter Bartsch (CDU) die Annahme der Spende ab. Ihm missfiel die Bindung an das Utkiek-Projekt. Er hält einen Aussichtsturm in den Heidbergen für eine „Gefahrenstelle, die sich jeder Kontrolle entziehen würde“. „Wer sich das Leben nehmen will, könnte sich hier hinunter stürzen“, erklärte Bartsch seine Ablehnung. Vom Turm der Pfarrkirche habe man einen wunderbaren Blick auf Stadt und Landschaft. Das genüge. Spenden könnte man u.a. für eine Rutsche im Freizeitbad „Oase“ nutzen, schlug Bartsch vor.

„Dann dürften wir auch keine Brücken und keine hohen Häuser mehr bauen“, erwiderte Bürgermeister Arne Schuldt. Die Geschäftsführer des Autohauses, Knut Brinkmann und Maik Osterloh, hätten sich unter vielen Vorschlägen seitens der Stadt dieses Projekt ausgewählt. Die Planung dafür liege bereits vor und sehe den Turm neben dem vorhandenen Bunker vor. In den Kosten seien Wegebau, Rastplatz, Ausschilderungen und eine Stabilisierung der Böschung mit enthalten. Schon im Haushalt 2013 hatte die Stadtvertretung 30 000 Euro für die Planung freigegeben. Zweidrittel davon seien ausgegeben. Der Rest müsste für die Baugenehmigung ausreichen, schätzt Schuldt ein.

„Ein Turm aus Stahl ist besser als aus Holz. Es ist gut angelegtes Geld“, betonte Zimmermann, der gern mit Besuchern dann wieder in die Heidberge gehen würde. SPD-Fraktionsvorsitzender Hartmut Reimann sieht den Aussichtsturm als ein von der überwiegenden Mehrheit der Güstrower gewolltes Projekt, das man nur unterstützen könne. Eine Stahlkonstruktion sei einem Holzturm vorzuziehen. Gerhard Jacob (Freie Wähler/Einzelbewerber) reagierte zurückhaltend. Man könne sich viele Wünsche erfüllen. Mit 280 000 Euro sei es aber nicht getan. Jacob fragte nach Folgekosten. Eine Frage, die Bürgermeister Schuldt nicht beantworten konnte. Sicher sei immer wieder ein Rostschutzanstrich der Stahlkonstruktion des Turmes notwendig.

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